„Willst du, Rosemary Amanda Hortense Daybell, den hier anwesenden Philipp Arthur Escroyne, Earl of Sutherly, Count of Dermond, Ritter von Kent, zu deinem rechtmäßig angetrauten Ehemann nehmen, ihn lieben und ehren in guten wie in schlechten Tagen, bis dass der Tod euch scheidet?“ [S.7]

Sie haben es also nun endlich getan. Arthur hat seine Rose geheiratet. Als i-Tüpfelchen obendrauf, ist sie auch noch schwanger von ihm. Die ganze Mühe und harte Bettarbeit hat sich also gelohnt. Nun freut man sich auf die Flitterwochen an der Cote d’Azur. Sonne, Strand, faulenzen, die Zweisamkeit genießen. Genauso stellt sich Arthur die kommenden Tage vor. Doch dann klingelt das Telefon. Wie sollte es auch anders sein: Rosy kann die Finger nicht vom Hörer lassen und schon ist sie wieder voll im Arbeitsmodus. Eine ehemalige Schülerin, die Rosy einst unter ihre Fittiche genommen hat, braucht ihren guten Rat und messerscharfen Verstand. Natürlich kann sie nicht Nein sagen und so sieht ihr frischgebackener Ehemann seine Strände und Cocktails bereits davon schwimmen. Doch sie verspricht ihm, dass sie trotzdem schöne Flitterwochen haben werden. Wo allerdings verät sie nicht.

Arthur erfährt jedoch recht schnell wo es hingeht und das passt ihm überhaupt nicht. Schottland. Wer bitteschön verbringt seine Flitterwochen in diesem grauen, verregneten, kahlem Land? Da hat der Earl überhaupt kein Verständnis für. Als er dann auch noch mitbekommt, dass die beiden in dem Hotel einchecken, wo die vier Morde begangen worden, an denen Rosy mithelfen soll, ist es mit seinem Seelenfrieden komplett vorbei. Motzig teilt er seine Meinung seiner Liebsten mit, an der das aber alles abprallt. Sie steckt gedanklich schon zu tief in dem seltsamen Mordkomplott mit drinnen und findet sogar Spaß daran, sich als Lady der gehobenen Gesellschaft ausgeben zu können, um an Informationen zu kommen. Ob das lange gut geht? Vor allem wenn man die taffe Rosy kennt, die keineswegs ladylike ist. Zudem kommt noch die große Überfürsorge von Arthur, da sie sein Kind austrägt und sich bitte nicht überarbeiten soll. Doch es kommt wie es kommen muss. Selbst Arthur wird wieder in die Ermittlungen mit integriert und somit komplett übergangen.

In dem dritten Band um den pflanzenverrückten Arthur und seine wilde Rose Rosy geht es wieder munter mit viel Witz und Charme weiter.

Der Earl gibt seine Meinung Preis wo es nur geht und betüttelt seine Ehefrau von vorne bis hinten. Immerhin erwartet er Nachwuchs und Rosy ist nicht mehr die Jüngste. Eigentlich sollte sie langsam mal kürzer treten und sich schonen. Aber wie sagt man so schön: Schwanger sein ist keine Krankheit! Entsprechend blüht die Polizisten voll in ihrem Job als Beraterin auf. Wobei sie manchmal schon weiter geht als sie sollte. Der Eklat ist also vorprogrammiert. Doch es gibt ja noch den guten Arthur, der immer spontan eine Lösung parat hat. So kurios sie auch sein mag. Denn der Fall hat es in sich. Das ist kein zufälliger Mord gewesen oder gar ein Unfall. Es war ein eiskalter Mord im kalten verregneten Schottland.
Der Unterhaltunsgwert ist entsprechend vorprogrammiert und wird ist von Anfang bis Ende gut belustigt.

Alles in allem fand ich diesen Band wieder perfekt gelungen. Zunächst hatte ich Sorge, dass es zu sehr ins dramatische hineinläuft. Doch der Wortwitz lockerte alles wieder etwas auf und so kommt Arthur trotz einiger heftig aufregender Momente nicht zu kurz.
Natürlich findet Rosy mit ihrem Schützling den Täter heraus und es kommt zu einem großen Finale, wo fast alle auf der Bildfläche erscheinen und ihr Leid beklagen dürfen. Ein kurzer knackiger Krimi also, dem es nicht an Spannungselementen und Humor mangelt.

skecth-shortbread


Genre: Krimi, Humor / VÖ: April 2015 / Verlag: Pendo / Serie: Band 3 / Region: England, Schottland