Als sechsjähriges Mädchen gekidnapped, fünf Jahre später befreit – ganz Amerika verfolgte damals den Entführungsfall der Kick Lannigan. Jetzt ist Kick einundzwanzig. Geübt in Kampfsportarten und auf dem
Schießplatz, hat sie sich ein Leben aufgebaut, in dem sie sich sicher fühlt. Bis ein Mann namens John Bishop ungebeten in ihrer Wohnung auftaucht. Bishop spürt vermisste Kinder auf. Er ist überzeugt, dass nur Kick ihm in seinem aktuellen Fall helfen kann, und er akzeptiert kein Nein als Antwort. Doch um die entführten Kinder zu retten, muss Kick eine Reise in ihre eigene dunkle Vergangenheit wagen – eine Reise, die tödliche Gefahren birgt … [blanvalet]

Meine Meinung:

Als ich das Buch vor ein paar Wochen im Buchladen gesehen habe, musst es endlich bei mir einziehen und wurde auch kurz danach direkt von mir verschlungen. Nachdem ich „Furie“ schon recht eigenwillig fand mit einer Frau als Serienkillerin, war ich auf die neue Reihe von Chelsea Cain gespannt.

Das Buch fängt mit einem Prolog an, der einem direkt klar macht, wo der Hase lang läuft. Die Hauptfigur – Kick Lannigan – hat es wirklich nicht einfach gehabt als Kind. Entführt, manipuliert, missbraucht und zeitgleich zu einer Kampfmaschine trainiert. Da kann man nur wirr im Kopf werden. Doch Kick hat ein klares Ziel vor Augen und einen Bruder, der ihre Hilfe jetzt mehr braucht denn je. Als immer mehr Wahrheiten ans Licht kommen, sieht sie sich immer öfter mit der Vergangenheit konfrontiert, was sich teilweise negativ bemerkbar macht.

Aber, die gute Kick ist natürlich nicht allein auf Verbrecherjagd gegangen. John, ein seltsamer Mann, mit vielen mächtigen Verbindungen braucht ihre Hilfe. Dabei wirkt er nicht immer sehr hilfsbereit, sondern eher herablassend und arrogant. Entsprechend war er mir lange unsympathisch. Doch jede harte Nuss wird einmal geknackt und so bekommt auch von John noch eine andere Seite präsentiert, die ihn gleich viel menschlicher wirken lässt. Der Weg bis dahin ist allerdings recht steinig.

Die Jagd nach einem Killer wird hier eigentlich nie langweilig. Trotzdem hatte ich irgendwie mehr Emotionen erwartet. Natürlich ist es hart, was Kick passiert ist, aber es war nie so, dass ich emotional so berührt war, dass ich es spüren konnte. Ich habe mich eher vor den Männern angewidert gefühlt, die so abartig mit Kindern umgehen. Kick selbst wirkte mir für ihre jungen – abgebrühten – Jahre zu leblos. Ich hatte mit mehr Gefühlen gerechnet und sie erwartet.

 

Fazit:

Das Buch ist ein must read, wenn man die Gretchen-Reihe kennt. Ansonsten lohnt es sich hier mal reinzuschnuppern und den Stil von Cain kennen zu lernen. Der Serienauftakt hat mir sehr gut gefallen, aber im nächsten Band wünsche ich mir mehr Emotionen. Nicht nur für den Lesern sondern auch von den Charakteren ausgehend.

 


Genre: Thriller / VÖ: Juli 2015 / Verlag: blanvalet / Serie: Serienstart / Region: Amerika