Der Tod wird dich finden …

Inhalt:

„Devin Chase ging bloß seinem Alltag nach, als die Welt schlagartig aus den Angeln gehoben wurde.

Nach sechs Monaten in selbst auferlegter Quarantäne tritt Devin hinaus in eine neue Welt. Unterwegs trifft er andere Menschen, die immun sind wie er, entdeckt aber auch, dass die Welt, wie er sie kannte, nicht mehr existiert. An ihre Stelle ist eine brutale, grausame Welt getreten, in der nur die Regel ›Töten oder getötet werden‹ gilt.

Auch die Welt von Lori Roberts, einer Mutter, Ehe- und Geschäftsfrau, steht im Zuge ›des Todes‹ ebenfalls Kopf. Sie und ihre Familie wenden sich hilfesuchend an ein Camp der Katastrophenschutzbehörde, doch was hoffnungsvoll beginnt, wird zu einem Albtraum, nachdem sie zufällig in Erfahrung bringt, was wirklich vor sich geht.

Tausende Meilen voneinander entfernt, und dennoch verbunden im gleichen Verlangen, versuchen Devin und Lori „irgendwie“ zu überleben.“

 

Meine Meinung:

Bei meinem letzten Besuch in der Mayerschen, durfte dieses Buch einziehen. Seit einer Weile hatte ich es schon im Visier gehabt, was nicht nur an dem grandiosen Cover liegt, sondern auch an dem verlockenden Endzeit-Inhalt.
Die ersten Seiten waren auch ratzfatz verschlungen. Man ist direkt drin in den Ereignissen, die sich nach einem Meteoriteneinschlag und dem damit verbundenen Virenbefall, auf der Erde abspielen. Weit über die Hälfte der Menschen hat den aggressiven Virus nicht überlebt und der Rest vegetiert vor sich hin, plündert herum oder darf in einem der geschützten Camps leben.

Devin gehört zur ersteren Sorte. Er lebt „draußen“ und muss sich einsam durchschlagen. Zusammen mit Tess, einer jungen Frau, die sein Schicksal teilt, streifen sie durch Maisfelder und verstecken sich vor den Plünderen. Mit denen sie früher oder später definitiv Bekanntschaft machen werden…
Als Gegenpart haben wir Lori. Sie lebt mit ihrer kleinen Familie in einem dieser Camps und fühlt sich eingeengt. Da lockt plötzlich der Umzug in eins der besseren Lager und ihre Lebensgeister sind hellwach. Aber ob da alles mit rechten Dingen zugeht?

Abwechselnd taucht man nun in diese beiden Welten ein und ist natürlich, vor allem bei Lori in „Habachtstellung“, da dort alles nach Verschwörung riecht und man ahnt, dass da noch ein großer Knall kommt. Loris Naivität ist dabei zeitweise recht amüsant zu lesen, vor allem, da sie wegen ihrer Fragerei, eigentlich dahinter kommen müsste. Generell fand ich die Dialoge in ihren Abschnitten desöfteren recht klischeehaft und aufgesetzt. Erst später – als ich schon die Hoffnung aufgegeben hatte – kommt sie zur Besinnung und ist die Frau und Mutter, die sie sein sollte.

Das Duo um Devin und Tess hingegegen hatte ich direkt in mein Herz geschlossen. Er hat einfach nur Angst und muss in die bittere Wahrheit geschubst werden. Was Tess auch sehr gerne übernimmt. Ihre Rollen wirken viel glaubwürdiger und bei den beiden hab ich richtig mitgefiebert. Vielleicht liegt es auch daran, dass die beiden nicht so sehr über die Welt sinnieren, sondern direkt tatkräftig zur Tat schreiten.

Fazit:

Zwischenzeitlich hab ich mich an „The Walking Dead“ erinnert gefühlt. Nur ohne Zombies. Hier steht nur nix mehr auf, was einmal aus dem Latschen gekippt ist.
Dabei lag die gedankliche Verknüpfung nicht nur am inhaltlichen, sondern auch an drei markanten Namen: Lori, Daryl und Mary. Denn von den Charakterzügen gibt es ebenfalls ein paar Übereinstimmungen, aber da hört es auch schon auf. Letztlich ist es eine andere Geschichte. Andere Handlungen, führen zu anderen Reaktionen. Mord und Totschlag gibt es bei jedem endzeitlichen Szenario. Böse Schurken kommen überall aus ihren Löchern gekrochen, wenn sie ihre Chance wittern und diese hier sind wirklich fies. Wer das Ende liest, weiß was ich meine.

Ich werden die anderen zwei Teile auch noch lesen. Zwar hat das Buch mich nicht in allen Punkten überzeugen können, doch ich bin einfach zu neugierig, wie alles endet!

 


Genre: Endzeit, Thriller / VÖ: März 2015 / Verlag: Luzifer Verlag / Serie: Teil 1 von 3 / Region: Amerika (Illinois, Denver)