Ein bildhafter Einblick, in eine besondere Geschichte.

Inhalt:

Eisner nominated artist JASON SHAWN ALEXANDER (…) brings us a future eighty years after a worldwide black out. The world is a much darker and scarier place. Corinne White is an ex-soldier turned black market spy, data courier, manic-depressive, alcoholic. Punishing herself for mistakes from her past, Corinne is brought out from her spiral when she’s contacted by her dead friends who inform her of a plot to reanimate the bodies of the dead by a psychotic billionaire. EMPTY ZONE follows Corinne as she confronts these undead monsters and comes to terms with her past. [image comics]

 

Allgemeiner Leseeindruck:

Mein erster Gedanke, als ich die Figuren, ihren Stil und ihre Umgebung sah, war: Battle Angel Alita. Dort geht es ebenfalls rau zu und die Menschen sind größtenteils halbe Maschinen. Die Welt ist nicht die, die man kennt. Sondern eine neue abgewrackte Version davon.

Man merkt allerdings sofort, dass hier – in empty zone – der Background ein komplett anderer ist. Zwar geht es auch um die Selbstfindung, jedoch mit ganz anderer Ausgangslage. Niedlichkeit sucht man hin zudem vergebens. Corinne ist am Ende. Wirklich am Ende. Ihr fehlt ein menschlicher Arm, der durch eine mechanische Version ersetzt wurde.

Warum und wie sie ihn verloren hat, ist zunächst zweitrangig. Viel mehr jagen sie die Gespenster ihrer Vergangenheit. Sie ist unruhig und nervös. Im nächsten Moment zeigt sie dann ihren Kampfgeist und ihr Können in der Selbstverteidigung. Anfangs ist das etwas verwirrend, da man immer zwischen den Bereichen hin und her springt und sie nicht so recht zuordnen kann.

Der Crashkurs in Sachen Aufklärung kommt dann rasch daher und man wird sofort in den Bann ihrer Geschichte gezogen. Man will wissen, was damals passiert ist, wer die seltsamen Gestalten sind, die scheinbar nur sie sehen kann und ob sie ihnen wirklich gewachsen ist.

 

Zeichenstil:

Manchmal gibt es Stile, die kann man schwer in Worte fassen. Dann passt das Sprichwort „Ein Bild sagt mehr die 1000 Worte“ einfach perfekt. Daher habe ich einfach mal die ersten Seiten fotografiert, damit man sich einen Eindruck verschaffen kann.
Auf der einen Seite wirken die Bilder klar und strukturiert und auf der anderen rauchig und verwischt. Aber nie so unruhig, dass das Auge nicht weiß wohin. Im Gegenteil, man entdeckt eher Details, die man im ersten Moment gar nicht gesehen hat. In die Schublade „detailverliebt“, würde ich den Zeichenstil dennoch nicht stecken.

Es gibt die Momente der Gegenwart, die in hellen gedeckten Farben daherkommen und die der Erinnerungen und bösen Begegnungen mit der Vergangenheit. Hier wird es dann direkt einige Nuancen dunkler. Man kann also klar erkennen, in welcher Phase sich Corinne gerade befindet und ihre Stimmung überträgt auch sofort auf den Leser.

 

Fazit:

Überraschend positiv! Der Comic konnte Dank einer kickstarter Aktion umgesetzt werden. Da haben wohl einige das Potenzial gesehen, was ich auch entdecken konnte. Bisher gibt es ihn nur auf Englisch. Es ist aber sicher nur eine Frage der Zeit, bis er auch auf dem deutschen Markt Fuss fasst!


VÖ: Dezember 2015 / Verlag: Image Comics / Reihe: Serienstart