Ein Einblick, in die ersten drei Bände dieser Serie, in der sich alles um eine schwarze Zeitwelle dreht und einen kleinen Trupp zur Flucht zwingt.

Inhalt:

Zunächst sind es nur einige dunkle Flocken, die vom Himmel auf Tokyo herabrieseln… Dann bebt die Erde und eine schwarze Flut verschlingt die Metropole. Allein im 42. Stock eines Wohnhauses gibt es Überlebende. Aber sind Yoshiko, ihre beiden Freundinnen, ihr Onkel und einige andere dubiose Bewohner die von dem Inferno wirklich verschont geblieben oder sind sie selbst die Opfer eines nicht vorstellbaren Horrorszenarios, das weit in der Zukunft liegt?! (Carlsen Manga)

Meine Meinung:

Da ist man mir nichts, dir nichts, an einem schönen Tag unterwegs und wird plötzlich von einer seltsamen Flut überrascht, die einen in einen in die Zukunft katapultiert. Bevor man das allerdings begreift, machen sich der Schock und die leise Freude überlebt zu haben bemerkbar. Alle Knochen noch dran? Wunderbar! Wer hat es noch geschafft? Die Freunde sind noch da. Und der Rest? Weg. Verschluckt von der schwarzen Flut.

Während Yoshiko und der kleine Kreis der Überlebenden versucht zu begreifen, was passiert ist und sich einen Weg aus dem Hochhaus sucht, gibt es da noch ein paar Kinder, die nicht so recht ins Bild passen wollen. Durch weitere Wellen und Gespräche wird klar: Die verlorenen Kinder flüchten schon seit Jahren – teilweise seit dem 2ten Weltkrieg vor der Zeit. Aber wieso? Was ist der Auslöser?

Bei einer Rundtour durch die ausgestorbene Stadt Tokyo und deren Vororte, wo gezielt nach Nahrung gesucht wird, trifft man plötzlich auf Überlebende. Schnell wird klar, dass das so nicht ganz richtig ist. Es sind Bewohner aus dem Jahre 2060. Die erste Freude, wird schnell durch Entsetzen ersetzt. Die Menschen scheinen von einer seltsamen Krankheit befallen zu sein, die genau dann ausbrach, als die Flüchtigen ihre erste schwarze Welle erlebten. Was hat es damit auf sich?

Fragen über Fragen, kommen von Band zu Band auf. Was seine Vor- und Nachteile hat. So wird es nicht langweilig, hat aber die leise Sorge, dass nicht jede zufriedenstellend beantwortet werden kann. Spannend ist es aber dennoch! Immer wieder stolpert man über neue Ereignisse, die man so nicht erwartet hat.

Kurios fand ich jedoch im dritten Band die Darstellung von Suh (Yoshiko). Da hat der Zeichner sich wohl zu sehr von seiner Liebe zu Frauen hinreißen lassen… Ansonsten hat jeder Charakter seine eigenen Marotten, die je nach Situation ans Tageslicht kommen. Manchmal wird viel geschrien. Dann geht es ruhiger zu und im nächsten Moment fragt man sich: Wer hat dich denn gestochen? Eine quirlige, verrückte und dramatische Welt.

Positiv

-> immer neue „Abenteuer“
-> Fragen werden beantwortet (und neue aufgeworfen), wird also nicht langweilig
-> die Idee der Zeitwelle – Zeitreisen generell
-> angenehmer leichter, klarer, düsterer Zeichenstil
-> Szenen sind nicht überzeichnet/überladen

Negativ

-> manch einer schreit gerne, das nervt und bringt unnötige Unruhe rein
-> Überzeichnung mancher Charaktere

Fazit:

Ein Plot, der einen neugierig macht und diese Neugierde auch bisher absolut befriedigt. Zudem eine Figurenkonstellation, die keine Langeweile garantiert, sondern Abwechslung. Zusammen mit dem angenehmen Zeichenstil sind das beste Voraussetzungen für eine gute Reihe. Aber noch bin ich nicht am Ende. Ich hoffe, dass es nicht zu kurios mit der Zeit wird und alle Fragen beantwortet werden. Dennoch ein Lesetipp!

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Die Reihe ist mit 15 Bänden in Japan abgeschlossen. In Deutschland sind bisher 13 Bände erschienen.

Leseempfehlung ab 16 Jahren!


Genre: Mystery, Zeitreisen / VÖ: seit 2014 / Verlag: Carlsen Manga / Reihe: 1-3 (15) / Region: Japan, Tokyo