„[…] Skeeter ist frustriert. Nach dem Studium verbringt sie die Tage auf der elterlichen Baum­wollfarm, als einzige ihrer Freundinnen ohne einen Ring am Finger. Sehr zum Missfallen der Mutter.“ (Buchbeginn)

Eine Gastkritik von Ana Dean

Diese Buch würde ich als eines meiner Lieblingsbücher bezeichnen, wenn man mich danach fragen würde ob ich denn eines habe.  „Gute Geister“ von Kathryn Stockett umfasst spannende und unterhaltsame 608 Seiten und ich war wirklich traurig als ich die letzte Seite von diesem Buch gelesen habe. Aber nun zur Geschichte, kurz zusammen gefasst denn zu viel will ich hier nicht verraten.

Jackson, Mississippi im Jahre 1962. Es handelt um schwarze Frauen und „ihren“ weißen Ladies, um die Kinder die sie groß ziehen und um extra Toiletten für die Haushaltshilfen. Denn die schwarze Bevölkerung hat andere Krankheitserreger und die weißen Ladies wollen sich ja mit nichts anstecken. Typisch 60er Jahre sind die Frauen mit ihren Kindern daheim und haben so schrecklich viel zu tun, dass sie jemanden für Kinder und Haushalt brauchen. Ja, Karten spielen und Kaffee trinken kann in der Tat wirklich sehr anstrengend sein.

Eine junge, weiße Dame allerdings, frisch von der Universität nach Hause zurück gekehrt, fühlt sich in diesem oberflächlichen Idyll nicht mehr wirklich wohl und möchte nichts lieber als Schriftstellerin werden und nach New York ziehen. Hinzukommt noch das ihr immer mehr auffällt wie herablassend und kalt ihre Freundinnen mit den Haushaltshilfen umgehen und ihr das gar nicht gefällt. Eines Tages kommt ihr eine Idee die nicht nur ihr Leben, sondern auch das von vielen Beteiligten verändern wird.

Das Buch wird aus drei Perspektiven erzählt und eigentlich bin ich nicht immer ein grosser Freund davon, aber in diesem Buch machte mir das gar nichts aus, denn die drei Charaktere sind mehr oder weniger miteinander verbunden und man wird nicht wirklich komplett aus einer Geschichte in eine andere geworfen. Hinzukommt noch das die Schreibweise der Autorin so gemacht ist. Als würde man den Damen gegenüber sitzen und diese würden einem ein Interview geben, ein sehr persönliches mit vielen Geheimnissen.

Wie gesagt, dass Buch ist und bleibt mein Liebling, ein Schatz auf den ich eher zufällig traf und ein Buch das ich guten Gewissens jeden Empfehlen kann der eben Geschichten solcher Art mag. Denn hier ist so gut wie alles enthalten, Tragik und Freude, Witz und Ernsthaftigkeit. Und eine Tatsache die es leider heutzutage immer noch gibt, ach ja und die Hoffnung darf ich hier auch nicht vergessen, denn diese ist immer wichtig und allgegenwärtig, in Geschichten sowie im wahren Leben.


Genre: Roman / VÖ: Oktober 2013 / Verlag: btb / Seitenzahl: 608 / Serie: Einzelband

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