Monthly archives: Dezember, 2014

|Thriller| “Die Saat des Bösen”

die saat des bösen

Tripolis im Jahre 1969. Die junge Nadia al-Bakri wird ermordet aufgefunden. Es ist die junge Nachbarin der Familie Balistreri. Dieses Ereignis brennt sich in die Erinnerungen von dem jugendlichen Michele tief ein.


|Endzeit| “MUC”

Was wartet in der Zukunft auf uns? Wie werden wir entwickelt sein? Leben wir in Glashäusern? Kommen ohne Erdöl aus? Haben neue Ressourcen gefunden? Nutzen die volle Energie der Sonne? Oder haben wir alles erbarmungslos aufgebraucht? Uns selbst zu Grunde gerichtet? Und leben nun in den Resten unserer einst so hochgelobten modernen Zivilisation?

In der Welt, wie sie Anna Mocikat in “MUC” erschafft, ist unsere Welt untergegangen. Keiner hängt mehr ewig über dem Smartphone, checkt seine Mails und hofft wichtig zu sein. Facebook ist ein Fremdwort und den Menschen genauso unbekannt, wie Computer, Strom und fließend Wasser. Es ist das Jahr 2120. Hundert Jahre zuvor sind tausende, Millionen, nein – Milliarden Menschen an einem Virus verendet. Nur ein bestimmter Typus hat überlebt und dieser ist Rothaarig. Quasi 2% der Erdbevölkerung. Ich hätte also auch überlebt. Weil ich genetisch anders gepolt bin. Doch was hätte es mir gebracht? In einer zerstörten Welt zu leben?

Für Pia ist das alles nicht fiktiv. Sie lebt in dieser Welt von Frau Mocikat. Allerdings ist sie nicht Rothaarig.

Sie tanzt mit ihren schwarzen Haaren gewaltig aus der Reihe und das bekommt sie zu spüren. Sie lebt in einem Dorf in den Alpen. Gilt als Außenseiterin und will nur noch weg dort. Was sie auch macht. Sie flüchtet in einer waghalsigen Kletteraktion aus den Bergen hinab ins Tal. Doch was sie dort erwartet, damit hat sie nicht gerechnet. Denn eigentlich will sie nur die Stadt “MUC” finden. Den Ort, an den ihr Bruder vor Jahren geflüchtet ist und nie wieder zurück kam.

Zugegeben, ich habe die Autorin vor dem Buch kennen gelernt und sie direkt in die Sympathisch-Schublade gesteckt. Das hindert mich natürlich nicht daran konstruktive Kritik zu äußern, auch wenn sie in diesem Fall nicht sonderlich negativ ausfällt. Das Buch lässt sich super flüssig lesen, man stolpert über keine Fachbegriffe, bekommt alles sehr bildlich dargestellt und kann sich rasch in die zwanzigjährige Pia hineinversetzen. Direkt am Anfang bekommt man eine schwierige Kletterpartie präsentiert. Man erfährt wer das schwarzhaarige Mädchen ist, was sie antreibt und wohin sie will. Doch leider ist am Ende der Parcours über die Felsen etwas zu ausführlich beschrieben. Ich hatte schon Sorge, es geht die ganze Zeit so weiter. Doch zum Glück kam dann ein Cut und alles pendelte sich gleichmäßig ein.

Man lernt viele verschiedene Charaktere kennen. Lernt sie lieben und hassen.

Entsprechend entwickelt man Gefühle, wie Angst, Hoffnung und Sorge. Diese Menschen haben fast alle einen gewaltigen Einfluss auf Pia. Sie macht eine Menge durch und muss nun zügig Verantwortung lernen. Dabei ist sie letztendlich nur eine junge Frau, die zum ersten Mal Liebe spürt, die Entscheidungen treffen muss, ihrem Herzen folgt und sich noch den ein oder anderen Fehltritt erlauben darf. Das klingt jetzt alles eher nach einer Jugendlichen und nicht nach einer Zwanzigjährigen. Beachtet man jedoch die Zeit und die Umstände ist diese “verspätete” Entwicklung durchaus nachvollziehbar.

Vom Lesetempo her gibt es nach dem ersten Kapitel nichts mehr zu meckern. Man ist neugierig auf das Kommende und hängt Pia förmlich an den Fersen. Gegen Ende nimmt es immer mehr zu und gipfelt in einem interessanten Finale. Es war passend und stimmig, aber da bestimmt Züge vorhersehbar wurden nicht sonderlich überraschend. Was dem Gesamtpaket aber nur einen winzigen Minuspunkt gibt. Schließlich ist das hier kein Thriller, der von solchen Spannungselementen lebt.
Da ich Pia und einige ihrer Freunde ins Herz geschlossen habe – der Figurenausbau ist der Autorin wirklich gelungen – freue ich mich schon auf den Fortsetzungsband!

Alles in allem ist “MUC” ein lesenswertes Buch. Ich würde es schon bald in die Jugenbuch-Sparte stecken, weswegen man bei bestimmten Punkten nicht zu erwartungsvoll herangehen sollte. Einen dicken Pluspunkt gibt es am Ende noch für die schönen Beschreibungen von unerklärlichen Dingen, wo man manchmal selbst erst kurz grübeln musste und dann erstaunt war, wie selbstverständlich doch alles für uns heutzutage geworden ist und sie einem kaum auffallen.

 

Randnotiz:

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Genre: Roman / Endzeit / VÖ: Dezember 2014 / Verlag: Droemer Knaur /Region: Deutschland

 


|Krimi| “Schwarzer Winter”

schwarzer winter

Wir schreiben das Jahr 1717. Maija und ihr Mann Paavo haben ihr neues Domizil in dem kleinen Dorf Blackasen zusammen mit ihren Töchtern bezogen. Das Haus wurde ihnen quasi vererbt und so bestreiten sie nun zum ersten Mal einen Winter in Lappland anstatt im geliebten Finnland. Emsig machen sie sich ans Werk, um sich für die nahenden Wintermonate zu rüsten.


|Thriller| “Breed”

breed

6 Millionen Pärchen bleiben in Deutschland ungewollt kinderlos, das sagt zumindest eine Statistik der “Zeit” aus dem Jahre 2013. Viele versuchen es mit künstlicher Befruchtung. Teilweise werden die Kosten auch von Krankenkassen übernommen, teilweise bleiben die Paare auf den Kosten sitzen. Wie hoch mag dann diese Kinderlosigkeit auf die ganze Welt hochgerechnet sein?


|Thriller| “Passagier 23”

passagier 23

Wann hat eigentlich alles angefangen?
Das mit diesem Hype? Mit dem Fangirl-Gekreische? Mit den vergöttern einer Person?  Laut Wiki nennt man das eine “Ultra-Bewegung”, wenn es um Fussball geht. Doch wie nennt man es, wenn es um Schreiberlinge geht? Um Autoren? Wo allein der Name ausreicht, um dafür zu sorgen, dass der nächste Gang in den Laden führt, sobald frische Ware erscheint?


|Krimi| “Stadt in Angst”

stadt in angst

Jack the Ripper. Allein schon dieser Name löst bei Krimi- und Serienkiller-Nerds aufgeregtes Magenflattern auf den Plan. Da werden nervös Papierkügelchen aus dem Zeitungsauschnitt vor einen gedreht. Auf Stiften hibbelig herumgekaut und innerlich alle Nerven angespannt, um auch alle neuen Informationen vollends aufsaugen zu können.