Wir schreiben das Jahr 2019. Shane ist ein SEAL und mit seinem Team zu einem Einsatz unterwegs. Dort kommt es zu einem heftigen Schusswechsel. Kugel zischen durch die Luft, töten Menschen und verletzten Shane schwer am Bein. Hinzukommt, dass eine unbekannte Flüssigkeit in die Wunde dringt. Er wird kurzerhand ins Krankenhaus gebracht und unehrenhaft aus dem Dienst entlassen. Unehrenhaft? Der SEAL ist genauso verwundert, wie der Leser. Was hat er falsch gemacht? Und wieso weicht man seinen Nachfragen aus?

Bevor er weiter nachbohren kann, kommt es zum Ausbruch. Eine seltsame Epidemie greift um sich. Hat es anfangs alles mit einer harmlosen Quarantäne angefangen, scheinen die Infizierten plötzlich einen immensen Hunger auf frisches Fleisch zu entwickeln. Kurzerhand schnappt sich Shane die Krankenschwester Ana und lässt sich von ihr einen geeigneten Fluchtweg zeigen. Denn die angerückte Armee scheint nicht das Wohl der Menschheit als oberstes Ziel zu haben. Viel mehr, will man sie alle eliminieren.

Und jetzt? Einsamer Held rettet mit taffer Krankenschwester die Welt?

Ganz so banal geht es natürlich nicht weiter. Die oberste Regel lautet, Waffen besorgen und Unterstützung. Da Ana näher wohnt, geht es zu ihrer Familie. Diese hat allerdings ein paar Marotten, die Shane große Steine in den Weg legen und dann sind ja noch diese Untoten. Die nach frischer Nahrung gieren. Denen ist egal, ob es gerade Familienstreitigkeiten gibt. Nahrung muss her und zwar zackig!

Parallel dazu fangen die SEAL Kollegen von Shane an Fragen zu stellen. Im Stillen. Sie wundern sich über seinen Abgang. Bohren nach und kommen etwas auf die Spur, was nur noch mehr Fragen aufwirft. Man kann nur so viel sagen: Mit rechten Dingen geht hier nichts zu. Da sind höhrere Machenschaften am Werk, denen Menschenleben so gar nichts wert sind. Ob sie auch hinter dem Virus stecken?

Fragen über Fragen!

Ich war verdammt schnell in dem Geschehen drin. Zwar habe ich schon lange keine Militery-Einsätze gelesen, egal in welcher Form, doch es machte sofort Spaß den Jungs zu folgen. Wer jetzt aufstöhnt: Es geht nicht die ganze Zeit so weiter. Shane ist nun einmal ein SEAL. Entsprechend begleiten wir ihn zu Einsätzen und lernen seine Vergangenheit kennen. Letztlich ist er ein Mensch mit Kampferfahrung, der gegen Zombies eine Menge Wert ist.

Hier kommen wir direkt zu einem Kritikpunkt von mir. Der Einsatz, das Krankenhaus, die Krankenschwester, die Flucht, die Suche nach Verbündeten… ja, es klingt alles verdammt nach “The Walking Dead”. In den ersten Kapiteln störte ich mich nicht weiter daran. Ein neue Story, eine neue Pandemie. Allerdings kommen später Szenen hinzu, wo ich unweigerlich die Gesichter aus TWD vor Augen hatte, da sich das Geschehen zu sehr ähnelte. Und, das Buch endet zu früh! Verdammmichnochmal! Das ist wirklich gemein! Ich will weiterlesen!

Und was heißt das jetzt?

Man merkt es schon, ich war recht angetan von dem Serienauftakt. Solange es nicht weiter in die TWD-Schiene abrutscht, sehe ich über den bitteren Moment in diesem Band hinweg. Denn “Searching ParadiZe” hat es nicht verdient mit der bekannten Serie in Verbindung gebracht zu werden. Shane ist schließlich kein Rick Grimes. Also, das hoffe ich doch!

Aufgebaut ist das Buch in übersichtliche Kapitel mitsamt Datum und Uhrzeit, soweit Angabe über die Dauer des Ausbruchs. So viele Details wären eigentlich nicht nötig. Ich hatte zum Beispiel immer nur auf die Angabe “Zwei Tage nach Ausbruch” usw. geachtet. Für manch anderen sind es vielleicht nützliche Informationen. Ansonsten bleibt man die meiste Zeit bei Shane und wechselt nur gelegentlich zu seinen alten SEAL Kollegen oder einem seltsamen Team, welches Experimente durchführt. Kuriose Experimente, die noch ein wenig Unterhaltung versprechen.

Frisches Autorenblut mit einem gelungenem Serienauftakt, was man sich auf jeden Fall näher anschauen sollte!

searching paradize

Genre: Endzeit / VÖ: März ’20 / Verlag: Blutwut Verlag* / Serie: Serienauftakt

erhältlich bei: Blutwut Verlagsshop

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