Hanbei der Unsterbliche

Wir schreiben die Sengoku-Zeit in Japan. Eine Zeit, die das Land stark geprägt hat. Starke Unruhen, militärische Machenschaften, die Entstehung neuer Territorien und zahlreiche Schlachten prägten das Zeitalter. Genau in dieser Zeit spielt dieser Manga. In den Bergen von Ashina. Einem kleinen Dorf, was bei einer Schlacht hoffnungslos verloren wäre.

Shokichi läuft dort ein Mann in die Arme, der dem Tode näher scheint, als dem Leben. Er stellt sich ihm dennoch in den Weg. Es könnte alles nur Show sein, um ihn und die Dorfbewohner leichter umbringen zu können. In diesem Fall scheint der Mann allerdings wirklich am Ende seiner Kräft zu sein. Seine Schwester Suzu nimmt den Krieger mit in ihre Wohnung, versorgt ihn und ist letztlich auf seine Geschichte gespannt.

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Doch bevor man sich zu einem gemütlichen Kaffeekränzchen zusammen setzen kann. Kommt es zu Unruhen in dem kleinen Bergdorf. Männer werden ermordet. Blutüberströmt wird von seltsamen Gestalten im Wald berichtet. Hat das Heer sie gefunden? Wird das ihr Untergang sein? Oder könnte die neu entfachte Kampflust in dem alten Mann ihre Rettung sein? Zumindest fühlt dieser sich plötzlich wieder neu belebt und sieht einen Sinn im Kampf.

Muss ich an der Stelle noch erwähnen, dass es sich bei dem alten Mann um Hanbei handelt? Eigentlich nicht. Man kann es sich schon fast denken und freut sich eigentlich nur darauf, dass er dies den Bewohnern offenbart. Danach darf man sich auf feine Kampfszenen freuen. Es wird gemetztelt, gemeuchelt und gemordet. Gleichzeitig meinen ein paar Gestalten die Situation ausnutzen zu können und planen hinter dem Rücken der anderen weitere fiese Machenschaften.

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Der Zeichenstil ist wirklich traumhaft. Harte Konturen, derbe Gesichtszüge, viele Schraffuren und gleichzeitig ein realer Blick auf die Menschen, die vom Leben gezeichnet sind. Dagegen wirken die jungen Bewohner, wie Shokichi fast schon blaß und leblos. Es sind die Alten, die das Geschehen dominieren und leiten. Nicht zu vergessen das Blut was spritzt! Wer das Spiel kennt, auf dem die Grundstory basiert, wird nicht sonderlich überrascht sein. Dort geht es ebenfalls nicht gerade sanft zu. Wer auf Schwertkämpfe steht und dazu noch eine gute Backgroundstory möchte: Et voila – man möge zu diesem Manga greifen!

 

Eckdaten (Anzeige)

April 2020
216 Seiten
inkl. Farbseiten
Einzelband
empfohlen ab 16 Jahre
erschienen bei Altraverse*

 

Ein Vergleich zum Spiel ist mir nicht wirklich möglich, da ich es nicht gespielt, sondern nur zeitweise zugeschaut habe. Der Manga ist eine Ergänzung zum gleichnamigen Konsolengame und der Mangaka Shin Yamamoto empfiehlt es am Ende ausdrücklich. Wer sich daran  immer noch nicht satt sehen kann, sollte zum Artwork greifen. Auch das gibt es bei Altraverse und heißt “Sekiro – Shadows die twice“. Der Mangaka selbst ist u.a. noch bei Monter Hunter Flash als Künstler vertreten.

Der Manga “Sekiro – Hanbei der Unsterbliche” wurde von mir in der Comicklatsch Podcast Folge 23* ausführlich vorgestellt.

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