kurz kommentiert

Inhalt:

Du bist, was du isst!

Eine schreckliche Zukunftsvision:
Die Stadt Abyrne ist umgeben von Wildnis. Die Menschen darin brauchen Fleisch zum Überleben. Doch die Kontrolle über die Fleischfabrik hat eine allmächtige, skrupellose Minderheit, die den Rest der Bevölkerung terrorisiert. Das Volk hungert und braucht Nahrung. Der Konflikt zwischen den Herrschenden und Beherrschten bricht offen aus. [Klappentext]

Meine Meinung:

Es gibt so Bücher, da muss man einfach etwas zu sagen, obwohl man es nicht geplant hatte. Dieses hier gehört definitiv dazu. Ich möchte auch nicht weit ausholen, sondern fasse mich recht kurz: Es geht um Massentierhaltung, Manipulation der Gesellschaft, Religion und deren Einfluss, Familie, Zusammenhalt, Verrat und Vertrauen.

Hier rechnet jemand sehr deutlich mit dem Massenkonsum und dem Mantra „Du musst Fleisch essen!“ ab. Dabei verschwimmt die Grenze zwischen Mensch und Tier extrem. Gehorchst du nicht, wirst du Fleisch. Ohne Namen, ohne Individualität. Nur noch ein Produkt für den Konsum.

Der erste Part hat mir sehr gut gefallen. Ab der Hälfte kommt ein Wendepunkt und so sehr man auch auf den großen Gong wartet, muss man sich etwas gedulden. Denn erst einmal folgt ein ewiges hin und her zwischen Fleischfabrik, Kirche und Bewohnern. Da dreht man sich ein wenig im Kreis und verliert dezent den Leseelan.

Zwar bleiben Fragen offen und ich konnte nicht durch die Bank weg Spannung verspüren, dennoch halte ich das Buch für absolut lesenswert!

Achtung! Rubrik Hardcore!


Genre: Crime hardcore / VÖ: 2009 / Verlag: Heyne / Seitenzahl: 446 / Serie: Einzelband

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