Überraschungen, Enttäuschungen und Geheimtipps…

…erwarten euch in den kommenden Zeilen. Ich habe beschlossen heute schon meinen Jahresabschluss zu machen, da ich in den nächsten Tagen „nur“ meine ganzen offenen Bücher beenden möchte und da wird sich sehr wahrscheinlich keines hier wiederfinden. Kurz und knapp, stelle ich also heute meine Leseerfahrungen der letzten 52 Wochen vor.

_Highlights_

„Der zweite Reiter“

Alles in allem kann ich das Buch nur empfehlen. Der zynisch denkende (und aussprechende) Emmerich, kombiniert mit dem zarten Jüngling Winter, geben ein sympathisches Team ab. Zudem haben beide ihr Leben, was Schatten und Licht bereit hält. Was, sie auch noch äußerst menschlich wirken lässt. Desweiteren schafft die Autorin es, einem die damalige triste, trübe und traumatische Stimmung perfekt darzustellen. Da bleibe ich gerne am Ball! [Fazit Kritik]

„Evil Games“

Wer auf sympathische Frauencharaktere mit frechem Mundwerk steht, sollte diese Reihe definitiv starten (und nicht mehr damit aufhören)! Absolut lesenswert! [Fazit Kritik]

„Kalter Schuss ins Herz“

Mit Crissa Stone hat Wallace Stroby einen weiblichen Charakter erschaffen, wie man ihn oft vermisst. Crissa ist Frau,  darf Frau sein und muss sich nicht vor irgendwelchen Klischees verbiegen. Zwar ist ihre Berufung etwas ungewöhnlich, doch auch sie muss Geld für Brötchen verdienen und sich mit miesen Kollegen herumschlagen. Leseempfehlung für alle Crime-Leser und die, die es noch werden wollen! [Fazit Kritik]

„Fünf schräge Vögel“

Der feine bissige Humor, war genau mein Ding! Das Buch ist schräg, es ist bunt, recht turbulent und ein kleiner Teufelskreis. Genau das macht es so lesenswert und besonders. [Inhalt]

_Überraschungen & Lesetipps_

„Dahmer’s not dead“

Abschließend kann ich nämlich sagen, dass ich recht positiv überrascht war und nicht dagegen hätte, wenn Edward Lee und Elizabeth Steffen weitere Serienkiller Autobiografien in dem Stil beleben würden. Prädikat: Lesenswert! Für Serienkiller-Interessierte und Edward Lee Fans. [Fazit Kritik]

„Zone One“

Ich mag das Buch, eben weil es so anders ist. Nachdem ich die ersten 50 Seiten hinter mir hatte, wollte ich nicht mehr aufhören. Das besondere Goodie sind die Vergleiche von Mark und seinen Begleitern. Mit einem bitterbösen und zeitgleich trockenem Sarkasmus. Und eins sei auch gesagt: Ein klassisches Zombie-Endzeit-Buch ist es auf keinen Fall. Fazit: Das Buch wird definitiv nicht für jeden Leser etwas sein. Wer neugierig geworden ist, sollte aber ruhig einen Blick wagen. [Fazit Kritik]

„Junktown“

Es liest sich flott weg. Man ist von Anfang an drin und gesellt sich gern zu Cain und seinem Kollegen Brom. Ist ein Geheimnis gelüftet, taucht schon ein neues auf und selbst unsere Hauptfigur hat mit ihren Schatten zu kämpfen. Die natürlich noch ans Tageslicht gezerrt werden und eine unfreiwillige traurige Analyse bekommen. Letztlich kann ich das Buch Crime Lesern empfehlen, die nichts gegen futuristische Welten haben und gern einen Abstecher in abstruse Städte machen. [Fazit Kritik]

„Auslöschung“

Jeff VanderMeer hat einen ganz eigenen Stil und eine eigenwillige Story erschaffen, die einen dennoch in den Bann zieht. Im ersten Band lernt man alle wichtigen Gesichter kennen, lieben und hassen. Zeitgleich ist man total fasziniert und geschockt von der Welt, die einem dort begegnet. Ein endgültiges Fazit gibt es, sobald ich auch den dritten Teil gelesen habe. [Verlagsseite]

„Die Toten der North Ganson Street“

Mit dem sarkastischen und zeitgleich super sympathischen Schreibstil hat sich der Autor einen Bonuspunkt in meinem Leserherz verdient. Daher kann ich das Buch auch ohne Umschweife zu einem Lesetipp erklären! [Fazit Kritik]

„Die Leichtigkeit“

Der Anschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ und seine Zeichner ging durch die Medien. Catherine kam zu spät an diesem Tag und entging dem Tod. Aber zu welchem Preis. Eine lesenswerte und berührende Aufarbeitung ihrer Emotionen zu diesem Ereignis. [Verlagsseite]

„Arrival“

Ein Buch, was man schwer in Worte fassen kann. Es ist eine Kritik an der Gesellschaft, ein Spiegel auf unser Leben, eine Darstellung unserer Gefühle – unseres Alltags. Rübergebracht mit traumhaften Zeichnungen, in denen man sich verlieren kann. Lesenswert! [homepage]

_Enttäuschungen_

„Der Angstmann“

Zeitlich gut recherchiert, aber inhaltlich und von den Figuren hats mich jetzt nicht wirklich vom Hocker gehaun. Kann man gut weglesen, einen Lesetipp würd ich aber nicht aussprechen.[Fazit auf goodreads]

„DNA“

Eine Wendung. Keine Rückblenden mehr. Nicht immer ein neues Gesicht und direkt deren „Schandtaten“ und Gedankenfetzen aus der Vergangenheit. Sondern, ein durchgehender Lesefluss, mit geschickt eingeflochtenen Schilderungen über die einzelnen Protagonisten. Da ich dies nicht bekommen habe, musste ich das Buch abbrechen. Ich hätte mich nur durch die weiteren Seiten gequält. Von meiner Seite gibt es daher für diese Reihe von Yrsa Sigurdardóttir leider keine Empfehlung. [Fazit Kritik]

„Mord in Metropolis“

Mir hat hier eindeutig das 20er Flair gefehlt. Theoretisch hätte man auch alles ins 20ste Jahrhundert stecken können. Hinein an einen alten Drehort zu einem wichtigen Film. [Fazit auf goodreads]

„Und morgen du“

Der Schreibstil war zu lau, die Figuren zu schwach & klischeehaft, das Prinzip/die Arbeit des Killers war total vorhersehbar und barg keine Spannung, seine Tötungsvarianten waren zwar nicht harmlos – aber nur weil die übel sind (a la SAW teilweise), überzeugt man keinen Leser, die Verwirrungstaktik war sinnlos, da man schnell wusste, dass es von den angepriesenen Tätern keiner war und selbst die Auflösung hat einen nicht vom Hocker gehauen. Ach und Fabian Risk ist keine Figur mit der ich sympathisieren konnte. 0815-Kommissar, wo man sich fragt, wieso er diesen Job hat. [Fazit auf goodreads]


Wer zu den einzelnen Meinungen, wo ich keine Kritik geschrieben habe, noch Fragen hat, kann sie mir gerne stellen. Denn ich weiß, dass bei den Flops Bücher dabei sind, die von vielen gern gelesen werden.

Um noch eine Zahl noch eine Zahl zu nennen: Ich habe 172 Bücher gelesen. Dazu zählen neben den klassischen Büchern, auch Comics und Hörbücher. Wenn ich meine derzeitigen Lesebücher noch abschließe, werde ich wohl auf 175 Bücher kommen. Aber das ist für mich nur eine Zahl. Passend dazu, hatte ich vor kurzem diesen Beitrag veröffentlicht > Jahresziel erreicht? Wo ich auf das Phänomen Leseziele kurz eingehe.

Im Vergleich zum Vorjahr habe ich zwar mehr Bücher gelesen, aber weniger Seiten. Wer einmal die ganze Statistik sehen möchte, kann hier reinklicken. Es ist ein Fazit von Goodreads, was einem jährlich stets eine feine Übersicht gibt. So habe ich zum Beispiel im Schnitt die Bücher schlechter bewertet. Hab ich nun schlechtere Bücher gelesen oder bin ich kritischer geworden 😉


Habt ihr schon einen Schlusstrich unter da Buchjahr 2017 gezogen? Oder wartet ihr noch bis zum 31.12. bis ihr uns eure Highlights und Flops präsentiert?