Kurz Kommentiert

Inhalt:

Als die Freundinnen Charlie und Amy nicht nach Hause kommen, beginnt für ihre Familien ein wahrer Albtraum. Eine SMS lässt wahr werden, was alle befürchteten: Die zwei neunjährigen Mädchen wurden entführt. Nur das Paar, das den höchsten Betrag zahlt, wird seine Tochter wiedersehen. Das andere nicht.

Längst tickt die Uhr für Detective Inspector Kim Stone und ihr Team, doch die Täter sind ihr immer einen Schritt voraus. Von Stunde zu Stunde verringert sich die Chance, die beiden unversehrt zu ihren Familien zurückzubringen. Stone gibt ihr Äußerstes, um den Fall zu lösen. Sonst muss eines der Kinder den höchsten Preis für ihr Versagen zahlen – sein Leben. [Piper Verlag]

Meine Meinung:

Es war mal wieder soweit. In einer kleinen Leserunde haben wir einen weiteren Band um die Ermittlerin Kim Stone gelesen und auch dieses Mal konnte mich das Buch überzeugen. Mehr noch. Es hat mich völlig in den Bann gezogen. Dabei könnte man bei dem Thema „Entführung“ mit den Augen drehen und sagen „Gab es doch schon zig Mal!“. Ja, das stimmt. Kindesentführungen sind ein beliebtes Thema. Letztlich kommt es aber auf die Umsetzung an.

Auf dieser Ebene hat Angela Marsons besonders geschickte Finger bewiesen. Die Entwicklung und die Emotionen der Eltern wirken absolut nachvollziehbar und realistisch. Zeitgleich bemüht sich das Ermittlerteam dem Entführer auf die Schliche zu kommen.Man kann die Uhr förmlich ticken hören. Das gesamte Szenario wirkt dabei keineswegs altbacken oder abgedroschen. Was beweist: Auch bekannte Ereignisse können neu belebt werden.

Neben der starken Kim, die einfach nicht ihren Mund halten kann und dafür liebe ich sie so sehr, bekommt auch Dawson einen Part zugespielt. In einem Nebenstrang, darf er sein Ermittlergespür beweisen und kommt ohne einer starken Kim an seiner Seite zu Wort. Für die Charakterentwicklung finde ich so etwas absolut wichtig und notwendig. Gerade bei einer ganzen Buchreihe.

Fazit:

Absolut lesenswert! Wer Kim Stone immer noch nicht kennt, sollte dies dringend nachholen! Ich werde bei dieser Reihe auf jeden Fall am Ball bleiben.

„Kim ignored the horror on their faces. They had to know the truth and unfurtantely hers didn’t come with a tea and sympathy.“ (S.33)

Tante Edith ergänzt noch:

Ich habe das Buch auf Englisch gelesen. Das deutsche Cover finde ich einfach nur grausam mädchenhaft und unpassend. Mal ganz abgesehen davon, dass es sich komplett von den vorherigen Covern unterscheidet. Und warum braucht ein Buch einen Untertitel? Lost Girls wirkt auch ohne ein Anhängsel.


Genre: Crime / VÖ: Juni 2017 (uk) / Verlag: Zaffre (uk) / Piper (dt) / Seiten: 465 / Serie: Band 3

weitere Kritiken: in Bearbeitung,

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