Die erste Leserunde in diesem Jahr zu einem Serienauftakt, um Kommissar Fabian Risk. Erst vor kurzem ist der dritte Teil der Serie um den Ermittler erschienen. Somit ist es genau der richtige Zeitpunkt, um einmal in die Reihe hineinzuschnuppern.

Du hast das Buch noch auf dem SUB oder wolltest es eh mal lesen? Dann darfst du dich gerne zu uns gesellen :)

Kommissar Fabian Risk kehrt nach Jahren in Stockholm zurück in seine beschauliche südschwedische Heimatstadt Helsingborg. Doch noch bevor er und seine Frau die Umzugskisten öffnen können, bitten ihn seine neuen Kollegen in einem Mordfall um Hilfe.

Ein Mann wurde geradezu hingerichtet, seine Hände abgehackt. Risk kennt das Opfer. Und das ist erst der Beginn einer brutalen Mordserie. Bald taucht der nächste Tote auf. Auch diesmal grausam verstümmelt. Alle Opfer gingen in Risks Klasse. Ein alter Schulfreund nach dem anderen stirbt …[Ullstein]

Einteilung:

Kapitel 1-14
Kapitel 15-32
Kapitel 33-57
Kapitel 58-78
Kapitel 79 – Ende

Mitleser: Philly & Ich

Startschuss ist Sonntag, der 08.Januar 2017


Wie immer gilt: Spoilergefahr!


19 thoughts on “|Leserunde| “Und morgen du”

    1. Also ich muss ehrlich sagen, so richtig zeckt mich das Buch nicht an. Und ich merke an diesem Exemplar, wie sehr sich mein Krimi/Thriller-Geschmack in den letzten Jahren doch verändert hat.

      Mir kommen sowohl die Handlung als auch die Figuren und besonders der Schreibstil schrecklich 08/15 vor. So ein konventioneller Krimi kann ja gut sein, wenn denn die Figuren oder der Stil einen eigenen Charme reinbringen, aber davon merke ich hier nichts.

      Der Plot ist recht überschaubar. Vermutlich wird es noch die ein oder andere Variantion beim Täter oder beim Motiv geben, aber das Prinzip mit der Schulklasse, Mobbing und später Rache ist bekannt. Und wenn ich mir anschaue, dass jetzt nach 105 Seiten noch 443 Seiten auf mich warten, überlege ich ernsthaft, ob ich mir das antun will. ;)

      Mich stört zum einen das Figurenensembel, das hat man so ja nun auch schon x-mal gelesen, was ja vorkommt, man kann nicht alles neu erfinden, aber keine der Figuren hat irgendetwas ansich, dass greift, das mich interessiert. Auch Fabian Risk, das ist so… nö. :D Und wenn schon Figuren und Plot so abgestanden wirken, könnte ja wenigstens der Schreibstil Spaß machen, aber das macht er auch nicht. Mir zumindest nicht, das ist einfach nur heruntergeschrieben, ich lese da keine eigene Note heraus.

      Ich gehe da gerade recht hart mit dem Roman ins Gericht, aber hmpf, ich bin nach den ersten 100 Seiten echt ein wenig frustriert, und merke, dass diese Art Aufbau und Plot mich zumindest in dieser Umsetzung nicht mehr reizt.

      Wie geht es dir?

      1. Sorry, ich hinke diesmal extrem hinterher D: Da ich den ersten Abschnitt noch nicht komplett durch habe, kann ich noch nicht auf alles eingehen, stimme aber deinem ersten Eindruck zu: Es wirkt mir zu normal?! zu brav? Also mein erster Gedanke als er aufs Revier kam: Neuer Kollege – cool, lockeres flockiges Meeting, wo es um ein neues Design geht? Marketingfirma? Es machte nicht den Eindruck einer Polizei o_O Nicht dass es da hart zugehen muss, aber so brav und sittsam, das ist ja doch etwas strange.

        Ich les ma flott weiter.
        und PS zwing dich nicht das Buch zu lesen :P
        Das sind die 500 Seiten nicht wert XD

      2. Hab den Abschnitt nun komplett durch und stimme zu 100% mit dir überein: Gähn.
        Keiner lockt einen aus der hintersten Ecke hervor und bei keinem will man wissen was er noch so macht in der Zukunft.

        Was mich auch irritiert hat. Szenen wo kurz (4-5 Sätze) miteinander geredet wird – total belangloses Zeug und dann “oh, ich wollt dich nicht aufhalten” “Oh, was hast du dir dabei gedacht.” Is immer so, als ob da was fehlt oder es nur als Lückenfühler herhalten musste, damit man zwei Szenen miteinander verbinden kann.

    1. Huh, sag bloß, ich habe diesmal einen kleine Vorsprung? Holst mich wahrscheinlich eh ratz-di-fatz ein! ;)

      Ich hatte wirklich überlegt, ob ich das Buch abbreche, aber Leserunde und so, und ich breche ja doch recht selten ein Buch ab und nun hatte ich schon die Zeit von 100 Seiten investiert und wollte dem Buch noch eine Chance geben. Außerdem habe ich in gemäßigtem Ausmaß auch nichts dagegen, ab und an mal ein Buch zu lesen, was mir nicht gefällt, denn nur so merke ich, was bei mir gerade funktioniert und was nicht. ;)

      Lange Rede, kurzer Sinn, ich denke nicht, dass das Buch und ich noch großartig Freunde werden, aber jetzt ziehe ich das durch.

      In diesem Abschnitt hat sich für mich noch der Eindruck gefestigt, dass ich Fabian Risk als Protagonisten nichts abgewinnen kann. Besonders sein Handeln finde ich unglaubwürdig, viele Ermittlungsschritte, die er unternimmt, sind schlichtweg dusselig. Auch hätte er schon viel früher von diesem Fall abgezogen werden müssen bei solch privaten Verwicklungen. Klar, dann gäbe es keinen Roman, aber dann hätte sich der Autor eben etwas besseres einfallen lassen müssen. ;)

      Und im Prinzip müsste er zumindest mal ordentlich befragt werden. Immerhin gehen die Morde los, kaum dass er in der Stadt ist. Da verstehe ich ebenfalls die interne Logik der Handlung nicht und das Ermittlerteam hätte da doch mal nachhaken können.

      Und apropos privat, die klassischen Probleme mit seiner Ehefrau und Familie, die lesen sich so langweilig und stereotyp, das man sie auch einfach hätte weglassen können. Wäre kein Verlust und man würde vielleicht schneller auf den Punkt kommen.

      Bei der Rache-Geschichte nehme ich mal an, dass der Täter eben nicht der Genannte ist, also der aktuelle Hauptverdächtige, das wäre wohl zu einfach, und weil das wiederum so offensichtlich ist, ahnt man, dass es wohl noch eine andere Figur auf dem Spielbrett geben wird. Hmpf. Wenig Spannung bei mir.

      Puh, noch 347 Seiten! ;)

      1. Zum Thema “Abbrechen” hatten wir ja gestern kurz geredet. Ich habs nun durchgezogen.

        Die genannten Täter sind einfach viel zu offensichtlich. Selbst die Tagebucheinträge passen nicht so recht ins Bild.
        Und Spannung? Die kommt bzw kam bei mir nicht auf. Fabian Risk ist für mich eine Wackelpuddingfigur. So schwammig und so klischeebelastet … da wird sich keine Leserliebe aufbauen.

    1. Ok, nächste Etappe geschafft. Ich seh das inzwischen ganz sportlich. :D

      Begeisterung will immer noch keine Aufkommen, aber ich finde inzwischen die Figur Dunja und auch den Kriminaltechniker ganz unterhaltsam. Immerhin! Risk ist nach wie vor ein Typ, der mich als Romanfigur nicht abholt. Und auch die restlichen Teammitglieder sind irgendwie nicht griffig. Dazu noch das langwierige Sich-Hinziehen der Ermittlungen, und noch ein Mord, und noch ein Mord, und noch eine Planänderung, und hui, noch ein Mosaiksteinchen, um den Masterplan zu vollenden. Also wirklich. Selbst Pinky und Brain kriegen das ja besser hin.

      Gut, dann darf man nun noch gespannt sein, wer sich hinter dem großen Unbekannten verbirgt und dann machen die den Sack hoffentlich bald zu. Und ich stelle ein erneut fest, den Täter nicht zu kennen, macht noch keinen guten Krimi.

      So, ich mache dann Feierabend für heute, 312 Seiten sind ein ziemlich ziemlich guter Schnitt für mich an einem Sonntag und ich denke mal, ich werd dann morgen Abend weiterlesen. Dir ist heute etwas dazwischen gekommen? Erstmal gutes Nächtle und bis morgen!!

      1. Bei Dunja muss ich dir zustimmen. Sie mag ich auch irgendwie. Auch wenn sie für mich das klassische Bilder unscheinbaren/hübschen Figur ist, die hintenrum queer schießt, aber damit dem Leser (und den Ermittlungstempo) sehr entgegen kommt.

        Der große Unbekannte. Passt ja perfekt ;)
        Auch wenn man ihn nicht beim Namen kennt. Sein Schema kennt man und seine morbide Art macht noch lange keinen guten Krimi/Thriller aus…

    1. Mein lieber Scholli, das zieht sich wie Kaugummi. Und dazu die teilweise völlig hanebüchenen Ermittlungen. Und die Figuren. Bei mir hat sich permanentes Augenrollen eingestellt. Und Immernoch 130 Seiten. Aaahhhh. ;)

      Ich weiß gar nicht, worüber ich mich mehr ärgern soll. Über den Blödsinn mit den Brandwunden, dem Verband und dem Einseifen unter der Dusche, oder darüber, dass Risk nach 3 Tagen heimkommt, in denen sein Sohn vermeintlich alleine war und er nicht einmal die Treppen hochgeht und einen Blick ins Zimmer wirft, um festzustellen, dass sein Sohnemann weg ist. Und jetzt rennt natürlich wieder mal eine Polizistin eigenmächtig durch die Nacht zu irgendwelchen Tatorten und sagt keinem, wo sie ist. Bestimmt ist gleich der Handyakku leer. ;) Und dann dieses ständige Herumgefusche mit Beweismitteln, Risk nimmt hier nen Schlüssel mit, sagt da keinem was. Das ist eine einzige Farce und je länger die Handlung andauert, umso aberwitziger wird es. Grummel mal noch ein bisschen vor mich hin. ;)

      1. Hier muss ich auch sagen, hab ich angefangen queer zu lesen. Also Sorry, das mit dem Sohn war ja so was von albern dämlich. Als ob ein Teenagerjunge SOLCHE SMS schreiben würde, nachdem die beiden sich eh nicht so nahe standen. Wie blind kann man als Vater sein? Risk ist für mich ein Versager auf allen Ebenen. Wundert mich, dass der überhauot Kommissar geworden ist…

        Und dieses ewige HIN und HER und dann OH, JA JETZT – Ach, nee DOCH NICHT und guck mal HIER! DAS ist DER Hinweis – aber OH jemand war schneller. VERDAMMT!
        Wie klären die eigtl Morde auf?

      2. Haha, ja, es ist wirklich zum Mäusemelken, man möchte schier verzweifeln, wenn man das liest.

        Die Nummer mit dem Simsen, obwohl der Sohn ja vermeintlich oben im Zimmer sitzt, ist extrem unglaubwürdig. Das gibt die Situation überhaupt nicht her. Als Kommissar so übereifrig, dass er alles alleine macht und die Kontrolle nicht abgeben kann, aber wenn er nach Hause kommt, schaut er nicht mal kurz ins Zimmer seines Sohnes, sondern simst ihm nur. Na Glückwunsch. Und du hast recht, vom Inhalt der SMS ganz zu schweigen. ;)

    1. Meh.
      Ja.
      Was soll man da noch sagen?
      Der große Unbekannte halt :P
      Selbst die Auflösung und das SAW-Finale konnte mich nicht überzeugen. Nicht im geringsten.
      Schade um die 500 Seiten. Mein, immerhin zieht der Autor diese Jagd bis zum bitteren Ende durch – wenigstens etwas. Aber das nützt nichts, wenn alles so lau ist und einen innerlich gähnen lässt von der Vorhersehbarkeit.

      1. Hui, ja, das war jetzt wirklich Schwerstarbeit. Furchtbar zäh bis zum Schluss. Also dass sich selbst das “Finale” noch so in die Länge ziehen konnte, ist schon bemerkenswert. Und immer wieder das gleiche Muster, hier wird etwas übersehen, dort wird etwas nicht kommuniziert, das wirkte alles schrecklich inszeniert.

        Also an diesem Buch gab es tatsächlich rein gar nichts, das mir positiv aufgefallen wäre. Ich schließe mich deinem Urteil an, schade um die 500 Seiten und die verlesene Zeit.

        Aber wie immer ein Vergnügen, mit dir zusammen zu lesen! :)

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