warm bodies, Isaac Marion, buchkritik, crime, endzeit, humor

Kurz Kommentiert

Nachdem ich den Film nun schon mit deutscher Synchro und im Originalton geschaut hatte, musste nun endlich auch das Buch herhalten.

‘R’ is a zombie. He has no name, no memories, and no pulse, but he has dreams. He is a little different from his fellow Dead.

Amongst the ruins of an abandoned city, R meets a girl. Her name is Julie and she is the opposite of everything he knows – warm and bright and very much alive, she is a blast of colour in a dreary grey landscape. For reasons he can’t understand, R chooses to save Julie instead of eating her, and a tense yet strangely tender relationship begins.

Thishasneverhappenedbefore. Itbreakstherulesanddefieslogic, but R isnolongercontentwithlife in the grave. He wantstobreatheagain, he wantsto live, and Julie wantstohelphim. Buttheirgrim, rottingworldwon’tbechangedwithout a fight… [Klappentext]

Meine Meinung:

Wenn ein Klappentext so klingt, sollte man nichts tiefgründiges erwarten. Das habe ich auch nicht gemacht. Okay, es gibt durchaus nachdenkliche Momente, wo der Autor an das Gewissen seiner Leser appelliert. Gerade was die Erde und deren Erhalt angeht, und wie wir mit unseren Liebsten umgehen sollten, aber das sind nur zarte Annoncen.

Ansonsten steht der Humor an vorderster Front. “R” der von einem kuriosen Moment in den nächsten humpelt und dabei die Sitten der Untoten am Flughafen erzählt. Mittendrin natürlich Julie, die er Dank des Hirns von ihrem Freund sehr gut kennt. Der ist nämlich nun tot und verschlungen. Nun gut, kleine Häppchen hat sich “R” aufgehoben. Um Julie bei seinem Mahl näher zu sein.

Die Hauptaktion liegt aber nicht auf dem anhimmeln von Julie. Oder doch. Mmmh. Nein. Es geht darum, dass die Zombies plötzlich spüren, dass sie doch nicht so untot sind, wie geglaubt. Nur überzeuge mal einen herrischen Vater und seine Gefolge und die Skelette, die eindeutig nichts menschliches mehr an sich haben. Da kommen einige Stolpersteine auf das ungleiche Duo zu.

Positiv ist auf jeden Fall der genannte Humor. Ich finde ich im Buch sogar noch präsenter als im Film. vor allem die Situationskomik. Zudem gibt es eine entscheidende Szene, die ich hier 100x besser fand, als die komplette Abweichung im Film. Wer jetzt immer noch die Romanze im Hinterkopf hat. Kein Sorge, diese spielt sich fast schon im Hintergrund ab und ist dezenter als zunächst gedacht.

Negativ fand ich im Mittelteil ein paar Passagen wo “R” sich teilweise recht lange mit dem Hirn von Perry auseinandersetzt. Das hat sich etwas gezogen und war in meinen Augen nicht soooo relevant für die Geschichte. Langweilig sind die kleinen Gespräche dennoch nicht.

Fazit:

Es lohnt sich das Buch zur Hand zu nehmen, wenn man auf derartigen Humor steht und sogar schon den Film kennt. Empfehlen würde ich aber das Original.

 

Zitate:

“You might say death has relaxed me.” [S.5]

“She is Living and I’m Dead, but I’d like to believe we’re both human. Call me an idealist.” [S.41]

warm bodies skizze


Genre: Roman, Humor / VÖ: 2010 / Verlag: RandomHouse UK / Serie: Serienstart

 

 

 

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