Ein Blick in den Serienauftakt um verrottende Knochen.

Inhalt:

Vor fünf Jahren töteten Shintaro, Akira, Ryu, Tsubaki und Haruka einen Mann. Heute erinnert nur noch ein an einem geheimen Ort vergrabenes Skelett an ihr Vergehen. Als dieses plötzlich verschwindet und ein mysteriöser Unbekannter die Freunde erpresst, bricht für sie die Hölle auf Erden aus. [Verlagsseite]

Allgemeiner Leseeindruck:

Auf den ersten Seiten, sieht man den Alltag der Freunde. Sie gehen noch zur Schule und wirken alle – auf ihre eigene Art und Weise – komplett normal. Es werden direkt Andeutungen zu einem Treffen gemacht, was bald stattfindet und wo sich alle einfinden sollen. Abends ist es dann so weit. Fünf Jahre sind vergangen, seit ihrem gemeinsamen Mord und nun bestärken sie erneut ihren Schwur, dies für immer geheim zu halten. Eben an jenem Grab, wo die Knochen verrotten.

Kurze Zeit später müssen sie feststellen, das ihr Geheimnis von jemandem entdeckt wurde. Diese Person macht sich einen Spaß daraus und fängt an, die Jugendlichen zu bedrohen. Da keiner möchte, dass die Wahrheit ans Tageslicht gezerrt wird, fügt man sich. Aber hätten sie sich auch gefügt, wenn sie gewusst hätten, was sie dafür machen müssen? Hier beginnt dann der “härtere” optische Part der Geschichte. Weg von sanften Kulleraugen, hinzu blanken blutigen, derben Tatsachen.

Der Zeichenstil:

Klare, sanfte Linien. Große Augen bei den Mädchen, schmalere bei den Jungen. Haare, die wirr vom Kopf abstehen oder sanft auf den Schultern liegen. Kimono, Schuluniformen, Alltagskleidung. Alles Dinge, die man häufig in Manga findet. Wovon unterscheidet sich nun dieser von anderen Werken? Ganz einfach: An den Leichen. Sobald man mit dem Tod in Kontakt kommt, spritzt das Blut und knacken Knochen. Das Bild wird rauer und dunkler.

Man spürt deutlich die Liebe zum Detail (an Leichen). Emotionen und Gefühle werden somit auf perfekt auf den Leser übertragen. Denn gefühlskalt sind die Charaktere auf gar keinen Fall. Je nach Szene, sieht man es deutlich am Ausdruck in den Augen oder der Körperhaltung. Da hat Yae Utsumi gute Arbeit geleistet.

Meine Abschlussworte:

Die Geschichte hat mich unterhalten, fasziniert und schockiert zugleich. Es erwarten eine keine langen Monologe oder dick gefühlte Sprechblasen. Alles lässt sich locker und entspannt weglesen und man huscht mit den Augen rasant durch die Seiten. Am Ende klappt man das Büchlein zufrieden zu und möchte direkt mit dem nächsten Band weiterlesen.

> Ein Lesetipp der besonders makaberen und zugleich unterhaltsamen Art.


Empfohlen ab 15 Jahren.


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Genre: Crime / VÖ: April 2018 / Verlag: Altraverse / Serie: 1 von 7

erhältlich bei: hugendubel


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