Leserundenstart – der Serienauftakt um Pieter Posthumus.

Er ist kein Polizist, kein Privatdetektiv – und trotzdem dreht sich in seinem Leben alles um den Tod. Im “Büro der einsamen Toten” bei der Stadt Amsterdam kümmert sich Pieter Posthumus um die einsamen Toten – Menschen ohne Angehörige, Menschen, die keiner vermisst – und richtet ihnen ein würdiges Begräbnis aus, mit Musik und Gedichten. Bei seinen Recherchen stößt er auf so manche Ungereimtheit. In der Prinsengracht ist die Leiche eines jungen Mannes gefunden worden. Die Umstände seines Todes sind mysteriös. Posthumus nimmt auf eigene Faust die Ermittlungen auf und gerät in ein Netz von Intrigen …

Bereits Anfang 2015 kam es als Hardcover im Hoffmann & Campe Verlag auf den Markt. Und kommt nun als Taschenbuch im Heyne-Verlag heraus. Genauer gesagt, ist es im August erschienen.

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Mitleser sind: Wortgestalt & Ich

Wer mitlesen möchte, kann das gerne machen!

Leseeinteilung:

Anfang bis S. 87

S.91 bis S.169

S.173 bis 294

S.297 bis Ende

Achtung Spoiler! Wer weiterliest, läuft Gefahr sich selbst zu spoilern!


 

17 thoughts on “|Leserunde| “Das Büro der einsamen Toten”

    1. Moin, moin! Habe heute morgen im Bett den ersten Abschnitt gelesen, joa, ganz nett. Aber auch ein wenig viel Drumherum-Gerede, für meinen Geschmack.
      Also gerade Pieters Weg zur Arbeit oder die Kneipe von Anna de Vries, das war mir ein wenig zu ausschweifend erzählt. Da wurde mir ein klitzekleines bisschen langweilig. ;) Die Beschreibungen von Amsterdam finde ich zwar gut gemacht, aber ob da nun eine Straße senkrecht auf jene trifft und der Platz dahinter um die Ecke rechts liegt, hm, das muss ich nicht soooo genau wissen.

      Sonst find ich die Idee aber ganz hübsch, die Bestattungen für unbekannte Tote, das hat bisher noch kein Roman thematisiert, den ich gelesen habe, das schafft ein interessantes Umfeld.

      Pieter Posthumus ist mir aber noch etwas fremd, er kommt mir sehr bieder und sensibel vor, mal schauen, wie sich das noch entwickelt.

      Die Sache mit dem Staatsschutz, hm, was ich von dem Handlungsstrang halten soll, weiß ich auch noch nicht. Könnte spannend werden, könnte aber auch aufgewärmter Kaffee bleiben. Mal abwarten. Ich bin also noch etwas zurückhaltend.

      1. Bei Pieter geht es mir ähnlich, wie dir. Ich kann mit der Figur momentan nichts anfangen, was vllt auch daran liegt, dass wir zwar viel und zeitgleich nichts über ihn erfahren haben …
        Bei den Beschreibungen kann ich dir voll zustimmen. Manchmal passt so was, aber nicht immer. Hier ist es in meinen Augen nur ein Lückenfüller.

        Die Sache um Lisette find ich bisher am besten zu lesen. Das hat sich flott weglesen lassen. Da wir über die und den “Terror” bald mehr erfahren haben, als über Pieter & seine Crew, bin ich ma gespannt in welche Richtung das geht. Volle Kanne Power und Krimi-Spannung oder “kalter Kaffee” ;)

    1. Nun ja, meine Neugierde um Pieter schwindet immer mal wieder. Finde seine Fifur weder Hü noch Hott.. Zwar liefert er nette interessante Fakten über die einsamen Toten und Amsterdam. Aber es reißt mich nicht mit.
      Da bin ich lieber bei Lisette und den “Verschwörungen” am Ball, weil ich wissen will, ob die Absichten wirklich so banal (okay, eigtl falsches Wort eher simple & vorhersehbar) sind oder doch etwas tieferes dahinter steht als relgiöser Wahn.

      Finds auch interessant wie aktuell das Thema ist. Das Buch wurde ja vor den Anschlägen geschrieben und dennoch hat man das Gefühl es passiert gerade da oben. Also in der Hinsicht ist es thematisch ein aktuell brisantes Thema.

      So, für heute reicht es, ich widme mich dann wieder dem Meister – Nein, nicht DEM Meister XD – sondern Tess Geritssen ihrer Version :P

      1. Bin da ganz bei dir, die Figur Pieter reißt mich überhaupt nicht. Ganz schön saft- und kraftlos. Das Thema mit den Bestattungen für unbekannte Tote oder Verstorbene ohne Angehörige ist eigentlich klasse, aber irgendwie kriegt mich die Figur nicht.

        Auch der Part mit Lisette ist irgendwie nicht meins, das Thema habe ich in letzter Zeit schon sehr oft sehr viel interessanter und vielschichtiger umgesetzt gelesen.

        Aber die Geschichte der Familie um Mohammed und Karima finde ich interessant, da sind einige spannende Aspekte drin, die Schwierigkeiten, sich integrieren zu wollen und trotzdem nicht akzeptiert zu werden oder dass die Kinder später diese hart erarbeitete Integration ablehnen. Davon gerne mehr.

        PS: Viel Spaß mit Frau Gerritsen, hab die Reihe komplett im Sommer vor vier Jahren quasi inhaliert und war sehr angetan. (Also soweit die Reihe zu der Zeit erhältlich war.)

      2. Lisette verknüpfte ich automatisch mit Mohammed und seiner Familie, da es immer fast im gleichen Atemzug erzählt wird :P Bin gespannt, wie tief die Autorin hier noch geht!

        Frau Gerritsen hatte ich ja vor Jahren schon mal gelesen, aber meist querbeet, daher musste ein reread nach Reihenfolge her :D

    1. Hm, na ja, ich muss sagen, so richtig wird das mit mir und dem Buch nichts mehr. Es liest sich halt so weg, aber eher so auf Sparflamme.

      Pieter ist irgendwie ganz schön weich, oder? Nicht so richtig handfest, und er schnüffelt zwar hier und da ganz engagiert herum, aber auch alles auf so eine sentimentale Art und Weise. Ich weiß nicht, ich bin ja sonst nicht so sehr darauf fixiert, mit einer Hauptfigur sympathisieren zu wollen, aber Pieter ist mir echt zu weit weg von den Protagonisten, die mich reizen.

      Bin mal gespannt, ob noch ein dickes Ende kommt, aber ich denke nicht, dass sich meine Stimmung noch groß ändern wird.

      1. Es plätschert wirklich dahin. Nix haut einen von den Socken, nix schockiert einen wirklich, niemanden klebt man an den Lippen – es ist so, als ob man in der Mitte bleiben wollte ohne anzuecken.
        Nervig!

        Pieter lockt mich nicht im geringsten – Leider.
        Seine Chancen auf weitere Besuche bei mir stehen äußerst schlecht :(

        So und nun noch fix die letzten Seiten!

    1. Bevor ich morgen vergesse hier zu kommentieren: Das Ende war nicht besser wie der Rest des Buches. Es wirkte so banal und langweilig, obwohl es das bei den Themen die da angeschnitten werden, nicht hätte sein müssen.
      Ich werde die Reihe auf gar keinen Fall weiterlesen. Pieter seine Ansichten interessieren mich nicht im Geringsten. Maximal Lisette hätte mich gereizt, aber auch bei ihr war gegen Ende immer mehr die Luft raus …

      1. So, neuer Versuch. ;)

        Ja, also das Ende hat es jetzt auch nicht mehr gerissen. Ich fand es zwar insgesamt recht gelungen, auch die ruhigere Erzählweise hat mir an dem Buch gefallen, aber besonders die Figuren und die Umsetzung der Handlung waren nicht mein Fall, da hat mich nichts gepackt.

        Fazit daher: Auch bei mir ist kein Interesse da, die Reihe weiterzulesen, leider. Ich finde die Grundidee mit den Bestattungen für unbekannte Tote immer noch total schön und meine, dass in ihr auch viel Potential steckt, gerade in den Recherchen, wer diese Menschen waren und was sich über ihre Leben offenbaren lässt. Die Story um den dichtenden Erhängten zum Beispiel, die ist leider total untergegangen. Gerade diese Geheimdienst-Sache, die war unnötig und verballerte Energie, die man gut in andere Szenen hätte investieren können, dann wäre die Story vielleicht individueller geworden. So ist sie in diesem Geheimdienst-Klischee untergegangen, das habe ich in letzter Zeit leider genau so viel zu oft gelesen. Jede Figur hat nach Schema X ihre Rolle ausgefüllt, da gab es keinerlei Überraschungen, alles lief so wie man es schon kennt. Wirklich schade um die eigentlich sehr schöne, melancholische Idee, zu schauen, was hinter den Leben Verstorbener steckt, die keine Angehörigen mehr haben oder den Kontakt zu ihnen verloren haben.

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