|Endzeit| “900 Meilen”

Kurz Kommentiert

Inhalt:

John ist ein Killer. Das war er nicht immer. Er war ein Geschäftsmann – 
vor der Apokalypse.
Als sich die Toten plötzlich erheben, ist er in New York gefangen und es beginnt ein grauenvoller 900-Meilen-Wettlauf gegen die Zeit, als John versucht, zu seiner Frau zu gelangen.
Schnell muss er feststellen, dass die Zombies das Geringste seiner Probleme sind. Hautnah erlebt er die Schrecken, die Menschen verbreiten, wenn es plötzlich keine Regeln mehr gibt; wenn abscheuliches Handeln keine Konsequenzen birgt und der Tod allgegenwärtig ist. […] Luzifer Verlag

Meine Meinung:

Ohne groß zu fackeln, sind wir mitten in einer Zombie Apokalypse. Heute morgen war alles noch bestens und nun laufen die Menschen Amok und fressen sich gegenseitig auf. John hat dabei nur einen Gedanken – neben dem zu überleben – er muss zu seiner schwangeren Frau. Dummerweise ist die 900 Meilen entfernt und das Telefonnetz zur Kommunikation ist auch nicht mehr das Beste.

Die Frage um den Titel ist damit gelöst und es fällt der Startschuss für einen temporeichen Inhalt. Denn 900 Meilen können lang sein, wenn eine Horde hungriger Zombies den Planeten bevölkert hat. Zudem sind da noch die Menschen, die innerhalb kürzester Zeit meinen, die Macht an sich reißen zu müssen und alle ins Gelobte Land Avalon holen zu wollen. Dass das stinkt, ist klar. Nur wie sehr, dürfen John und sein Kumpane Kyle schneller herausfinden, als gewollt.

Positiv ist das Tempo. Ruckzuck geht es voran. Ein Ereignis jagt das Nächste und man hat kaum Luft zum atmen. Dann kommt da noch die derbe und knappe Sprache hinzu, die klar macht, dass hier nichts beschönigt wird und man keine Zeit für umfangreiche Erklärungen hat. Dabei ist natürlich das Zusammenspiel der Figuren wichtig und John & Kyle harmonieren einfach perfekt.

Negativ fand ich zeitweise die Ideenlosigkeit. So fühlte man sich oft an The Walking Dead und teilweise an die Tribute von Panem oder Gladiator erinnert, was gewisse Ereignisspunkte und Theorien anging. Was natürlich nicht schlimm ist. Viele Thematiken in der Zombiewelt wiederholen sich. Aber man hat mehr eigene Kreativität erwartet, nach dem starken Startschuss.

Fazit:

Lesenswerte Zombielektüre, die keine Neuerfindung der fleischfressenden Apokalypse aber aber perfekt unterhaltsam ist.


Genre: Endzeit / VÖ: 2014 / Verlag: Luzifer Verlag / Seiten: 275 / Serie: Band 1

weitere Kritiken:  in Bearbeitung ….

erhältlich bei: hugendubel

12 Kommentare

  1. laberladen
    17. August 2017
    Antworten

    Das klingt jetzt so ziemlich genauso wie mein Urteil über “Sie kommen” von Madeleine Roux. Das hab ich auch gerne gelesen, aber irgendwie hatte man das Gefühl, es wären typische Szenen, die man irgend woher schon kennt.

    LG Gabi

    • kaisu
      18. August 2017
      Antworten

      Solange es unterhält und nicht langweilt ist das in Ordnung. Hier gibt es ja noch eien zweiten Teil, vllt haut der es noch mal raus und überrascht uns :D

  2. 19. August 2017
    Antworten

    Ich glaub, ich warte mal die Meinung zum zweiten Teil von dir ab.
    Der Gedanke an “The Walking Dead” usw. kam mir nämlich auch gleich und ich würde am liebsten mal wieder etwas anderes in dieser Richtung lesen. Also etwas, was ein bißchen aus der Masse heraussticht. :)
    Zum Glück eilt es auch nicht.
    Liebe Grüße
    Ela

    • kaisu
      19. August 2017
      Antworten

      Das könnte evtl noch was Dauern (Herbst/Winter) aber ich werde gerne berichten :D Das einzige was hier anders war, waren die Zombies im Wasser. Meist begegnet man ihnen ja an Land, aber der Part ist nicht sonderlich lang :/

  3. 19. August 2017
    Antworten

    Hey!

    Ich fand “900 Meilen” auch klasse, obwohl du mit deinem Gladiator-Vergleich recht hast. Gerade eine bestimmte Szene war da doch etwas seltsam. O.o
    Ansonsten ist es ja wirklich so, dass man innerhalb der Zombieapokalypse das Rad (den Zombie? :-D ) nicht neu erfinden kann.
    Hast du es mal mit “Frischfleich” von Vincent Voss versucht? Der war auch so rasant und vor allem war da so eine Atmosphäre…. das war gruselig. :-D

    Liebe Grüße
    Tilly

    • kaisu
      19. August 2017
      Antworten

      Frischfleisch hab ich schon mal gehört – mehrfach schon – aber gelesen hab ichs noch nicht. WIrd wohl langsam mal Zeit :D

      • 29. August 2017

        Langsam?! Das wird MEGAschnell Zeit, dass du das liest! :-D

      • kaisu
        29. August 2017

        Ay, ay SIR!

  4. Vielen Dank für deine Einschätzung, auf die ich mir gern verlasse und mit deren Hilfe ich dieses Buch nun für mich ausschließen kann.

    Sei lieb gegrüßt und habe einen schönen Sonntagabend,

    Nisnis

    • kaisu
      21. August 2017
      Antworten

      Ja, ich glaube, wenn man nciht Zombienerd ist, braucht man das Buch nicht lesen ;)

      Also bitte gern geschehen und btw fein, dass du wieder da bist. Kann ich ja wieder bei dir stöbern kommen :D

  5. 30. Oktober 2017
    Antworten

    Huhu
    ob ich den zweiten Teil lesen werde??? Vielleicht eher im Sommer, jetzt ist es ja arg dunkel draußen. Mich hat es jedenfalls gefürchtet aber bin da ja eh die Ausnahme.
    Deshalb kann ich auch keine Bezüge zu TWD machen ;-)
    Liebe Grüße und schöne Feiertage
    Kerstin

    • kaisu
      30. Oktober 2017
      Antworten

      also ich werde den zweiten Teil lesen! Würdest du ihn denn in einer kleinen LR lesen? :D

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