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kurz kommentiert

Inhalt:

“Nach der Explosion ihrer Jacht finden sich acht junge Urlauber auf einer einsamen Südseeinsel wieder, weitab von jeder Zivilisation. Was als Abenteuer beginnt – früher oder später wird sie ja bestimmt jemand retten, denken sie –, entwickelt sich jedoch zu einem Albtraum, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint: als nämlich einer von ihnen auf bestialische Art und Weise ermordet wird und sich herausstellt, dass die Explosion der Jacht kein Unfall war …” [Heyne]

Meine Meinung:

Richard Laymon. Dieser Autor kann schockieren, überraschen und blamieren, aber auch enttäuschen. Dieses Buch ist ein Zwischending. Macht einen Spagat zwischen Enttäuschung und Überzeugung. Denn die Ausgangslage ist perfekt. Abgeschieden auf einer Insel, müssen sich Freunde und Familie zusammenraufen, um zu überleben. Dummerweise spielt einer nicht mit und es kommt zu fiesen Todesfällen. Was macht man also in so einer Situation? Man verbündet sich (mehr oder weniger) und will den Mörder zur Rede stellen!

Erzählt wird alles in einer Art Tagebuchform. Rupert Conway, Freund und Begleiter, hat ein Buch dabei und notiert alle relevanten und äußerst unrelevanten Fakten. Denn wie geil er die Frauen findet und wie traumhaft, sie in ihren knappen Bikinis aussehen, kann ich mir einmal anhören. Vielleicht auch zweimal, aber danach reicht es. Kurz: Rupert wirkt wie ein notgeiler junger Kerl, der nur irgendwie nie zum Zug kommt. Wahrscheinlich rühren daher seine Gedanken über die Damenwelt …

Trotzdem ist er kein schlechter Typ und genau das ist der springende Punkt, der mich das Buch nicht hat abbrechen lassen. So Leid ich seine Notgeilheit mit der Zeit war, er entwickelt sich. Die Geschichte entwickelt sich und man bleibt am Ball. Da die Wortwahl nicht immer schlicht gehalten ist, sollte man sich auf verbale harte Momente einstellen. Aber auch diverse Taten sind nicht ohne und könnten locker aus einem Buch des Festa Verlags stammen. Das Ende selbst fand ich auch passend und stimmig zum Rest der Story.

Fazit: Es ist nicht der beste Laymon, aber auch nicht der schlechteste. Man kann “Die Insel” also lesen, oder auch nicht. Als Laymon-Liebhaber sollte man aber auf jeden Fall einen Blick reinwerfen.


Genre: Crime / VÖ: Juli 2006 / Verlag: Heyne Hardcore / Seiten: 576 / Serie: Einzelband

weitere Kritiken: Matt’s Books, Katjas Lesewolke,

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