parasyte (1)

Ein Einblick in den Serienauftakt “Parasyte Kiseijuu

Inhalt:

Woher die außerirdischen Parasiten kamen, weiß keiner. Sie dringen in menschliche Körper ein, nehmen deren Gehirne in Besitz und fangen an, andere Menschen zu überfallen, um sie zu fressen. Doch bei Schüler Shin’ichi Izumi ist es anders. Zwar wird auch er von einem besonders lernbegierigen Parasiten befallen, der sich selbst Migi nennt, doch der schafft es nicht, das Gehirn des Schülers zu übernehmen. Stattdessen nistet er sich in seiner rechten Hand ein, sodass sich zwischen den beiden eine bizarre Form von Koexistenz entspinnt. Gemeinsam stürzen sie sich in den großen Kampf gegen die mörderischen Parasiten. [Verlagsseite]

Allgemeiner Leseeindruck:

Ungewohnt, aber interessant. Das passt am ehesten meinen ersten Eindruck von dem Manga zusammen. Lange bin ich um die Reihe herumgeschlichen, da mich der Stil davon abgehalten hat. Immer wieder wurde die Geschichte lobend hervorgehoben und so siegte letztendlich meine Neugierde. Ich habe es nicht bereut. Direkt zu Beginn erfährt man, wieso die Parasyten herkommen, was der Hintergedanke ihrer “Invasion” ist: Nämlich die Eliminierung der Menschheit auf 1%. Badumm.

Sie übernehmen den menschlichen Körper und zerfleischen, zerstören, fressen andere Menschen (was nicht im Detail ausgelebt wird). Nur einer nicht. Shin’chi Izumi hat Glück im Unglück. Sein kleines Ungeheuer ist wissbegierig und will mehr über die menschliche Lebensform auf der Erde erfahren. Somit geht das ungleiche Duo eine besondere Form der Symbiose ein. Dabei stellt sich die Frage, ob das auf Dauer gut gehen kann. Schließlich erfüllt der Parasyte nicht seinen Auftrag und Shin’chi findet es auch nicht gerade prickelnd, dass da etwas in seinem Körper lebt, worüber er keine Kontrolle hat.

Der Zeichenstil:

Die Reihe entstand zwischen 1988 und 1995. Wer Manga aus dieser Zeit kennt, wird auch den Zeichenstil kennen. Er ist nicht sonderlich schön, erfüllt aber seinen Zweck. Klare Linien, wenig Schnörkel. Selbst Hintergründe beschränken sich auf das Wesentliche. So kann man sich vollkommen auf die Story konzentrieren.

Wer auf den Details achtet, den werden diese auch auffallen. So nehmen die befallenen Menschen einen anderen Ausdruck an und wirken äußerst kalt, im Vergleich zu den unbescholtenen Gleichgesinnten. Zudem steckt der Mangaka Hitoshi Iwaaki seine sanfte Detailliebe vor allem in die Darstellung der Parasyten. Augen, die aus Händen wachsen. Klingen, die sich aus Armen formen oder Gesichter, die sich plötzlich spalten und fiese Killer zum Vorschein kommen lassen.

Meine Abschlussworte:

Wer sich Parasyte holt, sollte wissen, auf was er sich einlässt. Gibt man dem Manga dann eine Chance, wird man es nicht bereuen! Zudem wecken die Bücher den Nostalgieeffekt und man fühlt sich irgendwie in seine Kindheit zurückversetzt.

Wer dagegen sagt: Boah… Nein, Danke! Der Zeichenstil ist so gar nicht meins. Da hilft auch die super Handlung nichts. Der sollte einen Blick in den Anime werfen. Dieser ist 2014-2015 entstanden und deutlich moderner und angenehmer für die meisten Augen.

Wer auch hier meint: Anime mag ich nicht. Es gibt noch zwei Realfilme.

Notiz: “Parasyte Kiseijuu” ist eine Doppelbezeichnung (Pleonasmus), da Kiseijuu “Parasitenbestie” heißt

Ich selbst habe bisher nicht alle acht Bände gelesen, werde sie aber definitiv noch komplett holen und bin auf das Ende gespannt. Denn die Menschheit wird es sicher nicht lange auf sich beruhen lassen, dass da etwas wurmartiges sie ausrotten will.

Ein Lesetipp der besonderen Art mit Nostalgiefaktor und viel Unterhaltungswert.


Empfohlen ab 16 Jahren.


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Genre: Manga, SciFi / VÖ: Juli 2016 / Verlag: Panini Manga / Serie: 1 von 8

erhältlich bei: hugendubel


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