Ein Einblick, in diesen dicken ersten Band.

Inhalt:

Kei und sein Freund Masaru eilen einem Obdachlosen zur Hilfe, der auf die Gleise der U-Bahn gestürzt ist – und werden selbst von einem Zug erfasst und getötet. Doch statt im Jenseits erwachen die beiden in einem leeren Raum, in dessen Mitte sich eine mysteriöse schwarze Kugel befindet: Gantz.

 

„Euer Leben ist beendet. Ich bestimme, wie ihr euer neues Leben führt.“

 

Kei und Masaru sind nach ihrem Tod gefangen, aber sie sind nicht allein. Umgeben von Fremden, von denen jeder ein anderes tragisches Schicksal erlitten hat, erfahren sie den Grund für ihr unerwartetes Überleben. Gantz hat sie zu sich gerufen, um sie dazu zu zwingen, an einem tödlichen Spiel teilzunehmen. Ausgerüstet mit speziellen Anzügen und Waffen sollen sie Aliens vernichten, die heimlich auf der Erde leben … oder selbst den endgültigen Tod finden. (Verlagsseite)

Allgemeiner Leseeindruck:

Ich kannte die grobe Story bereits durch die Anime-Reihe, die im Jahr 2006 in Deutschland ausgestrahlt wurde. Allerdings habe ich sie nie zu Ende geschaut. Was nicht an “Gantz” selbst lag, sondern der deutschen Synchro, mit der ich nie richtig warm wurde. Daher freu ich mich umso mehr, dass der Manga nun nach und nach auf dem deutschen Markt erscheint.

Nach den ersten Seiten war ich wieder voll drin. Man beobachtet Kei, wie er Dinge wahrnimmt, die abblockt, verwirrt ist, um sich dann ins Getümmel zu stürzen. Mehr oder weniger freiwillig. Schließlich kann man sterben, wenn man sich nicht an die Regeln hält. Obwohl… er ist doch schon tot? Oder etwa nicht? Das Verwirrspiel macht richtig Spaß. Dazu noch das derbe Gemetzel mit viel Blut. Die perfekte Mischung.

Da der Manga für die männliche Leserschaft ausgelegt ist (Seinen Manga), kommt man um nackte Mädchen nicht Drumherum. Drama, Baby! Drama! Nein, Spaß beiseite. Man sollte sich eben nur bewusst sein, dass man viel nacktes Fleisch von jungen Damen sieht. Nicht immer passt es wirklich zur Szene oder wirkt leider extrem gestellt und gekünstelt. Diese Momente dominieren allerdings nicht das Geschehen. Hauptpunkt ist Gantz. Die mysteriöse Kugel und das ist auch gut so.

Der Zeichenstil:

Klar, geradlinig, schnörkellos, detailliert, dunkel, düster, blutig und strukturiert. Mit diesen Adjektiven kann man den Stil von Hiroya Oku am besten beschreiben. Er reduziert alles auf das Wesentliche. Kommt es zu Kampfszenen, spürt man jedoch förmlich, wie er auflebt und Adern zum pulsieren bringt, das Blut spritzen und die Knochen knacken lässt. Das Leben und auch der Tod, sind steht zu spüren.

Meine Abschlussworte:

Dieser erste Band, mit seinen fast 900 Seiten, hat mich vollkommen überzeugt, dass es sich lohnt feine Klassiker zu lesen. Denn dazu zähle ich Gantz definitiv. Die Geschichte wurde mehrfach filmisch umgesetzt und selbst heute noch – nach über 18 Jahren seit Serienstart – nicht eingestaubt oder gar altbacken. Ich kann daher bedenkenlos einen Lesetipp aussprechen!

Reiheninfo: Es gibt 37 Einzelbände. Dieser erste Band hier, umfasst 4 Bände.

Info: Es sind aktuell eine Anime-Serie, ein CGI Film, drei Realfilme, ein Spiel und zwei Romane auf dem Markt.

 

Auf die Ohren? Hier entlang: 3 Frauen. n Comics – Der Comicklatsch (Folge 5)


Empfohlen ab: keine Angabe


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Genre: SciFi / VÖ: August 2018 / Verlag: Cross Cult / Serie: Serienstart

erhältlich bei: hugendubel