tomorrow war, bourne

Kurz & Knackig kommentiert

“Die Chroniken von Max”

Inhalt:

Dies sind die Aufzeichnungen von Max, der sich durch ein Amerika kämpft, das den totalen Zusammenbruch erlebt.

Eine Hyperinflation erschüttert die US-Wirtschaft. Es wird für die Menschen immer schwieriger, Nahrung, Wasser und Strom zu bekommen. Dann verhängt die Regierung das Kriegsrecht. Gepanzerte Militärfahrzeuge patrouillieren auf den Straßen und schränken jede Freiheit ein.
Doch ein Mann erhebt sich, um gegen das eigene Land zu kämpfen. Aber die lebenswichtigen Vorräte werden knapp, und damit auch die Zeit … [Verlagsseite]

Mein Leseeindruck:

“Dies ist kein Roman über Zombies – wenigstens nicht über die untote Sorte.” (S.7) Mit diesem Einstiegssatz hatte mich in der Autor bereits unter seiner Fuchtel. Endlich ein Endzeitroman ohne stöhnende Untote, seltsame magische Fahigkeiten und extreme Dramatik. Ganz im Gegenteil. Das Buch ist absolut entschleunigt, führt einen von Tag zu Tag, Woche zu Woche und zeigt einem durchaus realistische Ereignisse.

    • Max wird vorgestellt
    • seine militärische Vergangenheit
    • Maggie kommt hinzu, haben gemeinsame Aufgabe
    • die entscheidente Mission folgt, die alles verändert

“Aber was war das für ein Leben, wenn man immer nur vom Worst-Case-Szenario ausging? Wenn man sich die ganze Zeit darum sorgt, was passieren kann, bleibt kein Platz mehr, um sich an dem zu erfreuen, was tatsächlich passiert. Ich neige eher dazu, das Hier und Jetzt zu genießen.” (S.50)

    • es kommt zum Absturz des elektronischen Kommunikationsnetzwerkes
    • eine Kettenreaktion setz sich in Gang
    • Nahrungsknappheit, kein regelmäßger Strom oder fließendes Wasser
    • Max glaubt vorgesorgt zu haben, informiert Familie und engste Freunde
    • doch niemand kann die Zukunft vorhersehen

“Es ging nicht länger um Politik, sondern ums nackte Überleben.” (S.126)

    • Charaktere: übersichtlich, glaubwürdig, interessant
    • Spannung: leicht, unterschwellig stets da
    • Action: in passenden Momenten in Fülle vorhanden

Die Abschlussworte:

Das Buch heißt nicht umsonst “Die Chroniken von Max”. Es ist eine Sammlung von Aufzeichnungen. Der komplette Name von Max ist stets geschwärzt und somit umbekannt. Ein exaktes Datum erfährt man ebenfalls nicht. Dafür kann man einen Mann dabei beobachten, wie er seine Gedanken niederschreibt und sein angelerntes Wissen umsetzt. Diese Momente, zusammen mit der Gewalt, werden nie ausgeschlachtet oder in die Länge gezogen. Was ich sehr begrüßt habe.

Keine Angst, an den Zitaten sieht man bereits, dass sich alles wie ein Roman lesen lässt. Gelegentlich werden die “Tagebucheinträge” von anderen Aufzeichnungsformen unterbrochen, was alles zusätzlich auflockert. Einen spannungsgeladenen Actionthriller wird man hier allerdings nicht bekommen. Es sind eher die kleinen Momente, die einen schlucken lassen und die raue Zeit verdeutlichen. Zudem will man wissen, wie alles ausgeht und ob Max überlebt. Immerhin scheint jemand anderes in der Zukunft großes Interesse an seinen Aufzeichnungen zu haben.

>> Lesetipp für Endzeitliebhaber, die einmal Lust auf etwas anderes haben!


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Genre: Crime, Endzeit, Action / VÖ: Dez ’18 / Verlag: Festa Verlag / Region: USA / Serie: Serienauftakt

erhältlich bei: hugendubel.de


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