parceval, chris landow

Kurz & Knackig kommentiert

Inhalt:

Ralf Parceval sitzt lebenslänglich ein. Er hat fünfzehn Menschenleben auf dem Gewissen. Nach deutscher Rechtsauffassung ist er ein Mörder. Nach seiner eigenen Rechtsauffassung ist er ein Versager. Denn er hat die falschen Männer erwischt.
In Berlin wird die Tochter eines reichen Unternehmers entführt. Der Täter wird bei der Geldübergabe geschnappt, doch die Polizei bekommt kein Wort aus ihm heraus. Die Zeit für das Mädchen wird knapp, und der Chef der Berliner Kripo greift zu verzweifelten Mitteln: Er holt Ralf Parceval aus dem Knast … [Verlagsseite]

Mein Leseeindruck:

Ein Mörder wird zum Sympathieträger. Man steht auf seiner Seite und verteidigt ihn unbewusst. Will die negativen Stimmen wegschubsen und ihm mehr Raum geben. Ein Szenario, was wohl jeder schon einmal in einem Buch oder bei einer Serie erlebt hat. Also warum bewusst erneut zu so einer Geschichte greifen?

  • Parvceval wird durch Kommissar Zach aus dem Gefängnis geholt
  • Unterstützung für eine Entführung
  • legal ist die Aktion nicht, fliegt sie auf, gibt es Probleme
  • Parceval wird dem Entführer vorgestellt, Verhör beginnt
  • erste Spur führt ins Leere
  • es folgt die zweite Spur
  • Konfliktsituation A
  • Zach und Parceval fahren zum Revier zurück
  • Konfliktsituation B
  • Parceval hat eigene Pläne
  • die Geschichte schlägt eine neue Richtung ein

“Ein Mord kann einen anderen nicht ungeschehen machen.” “Nein. Aber der Tod eines schlechten Menschen kann den Tod eines guten Menschen verhindern.” (S. 217)

  • Spannung steigt
  • Informationsfluss nimmt zu
  • Charaktere werden lebendiger
  • aufregende Actionszenen
  • passendes Finale

Die Abschlussworte:

Bevor ich dieses Buch in die Hand genommen habe, hat es ein wenig Überzeugungsarbeit benötigt. Letztlich siegte die Neugierde und es zog bei mir ein und ich habe es nicht bereut. So viel kann ich schon einmal verraten. Zwar gibt es Momente, die ausbaufähig sind (Figuren wirken blass) und man merkt deutlich, wo der Autor wert auf Details legt (was zu Wiederholungen führt). Trotzdem unterhält einen die Geschichte von der ersten bis zur letzten Sekunde. Gemixt mit der Frage danach, was gerecht ist oder nicht, klebt man außerdem an den Worten und Gedanken der Charaktere.

Selbst der Actionanteil und die dazugehörige Vergangenheit von Parvecal, geben ein stimmiges Bild ab. Oft wird hier übertrieben oder es wirkt wie ein schlechter “Alarm für Cobra 11” – Moment. Obwohl, gibt es da auch gute Szenen? Wie auch immer, hier bleit man jedenfalls größtenteils davon verschont. Die Story aus diesem Buch bietet zudem eine gute Grundlage für kommende Bände und wenn das Level so bleibt oder sich sogar verbessert, bleibe ich gerne am Ball!

>> Ein Lesetipp für Liebhaber von Menschen mit zwielichtiger Vergangenheit!


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Genre: Crime / VÖ: Jan’19 / Verlag: blanvalet / Region: Berlin / Serie: Serienauftakt

erhältlich bei: hugendubel.de

weitere Kritiken:

laberladen “[…] wer diesen spannenden Baller-Film für’s innere Auge geschrieben hat, er hat es spannend und unterhaltsam getan und dafür gesorgt, dass ich das Buch quasi in einem Rutsch durchgelesen habe.

Schurkenblog “Ein Thriller für all jene, die gerne actionreiche und spannende Geschichten mögen, die aber zudem auch die Frage nach gut und böse aufgreifen wollen und sich durch eine interessante Charakterisierung überraschen lassen möchten.”


 

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