Maske der Dunkelheit.

Einmal Comic im Schnelldurchlauf und dabei nicht minder informativ. Heute mit “Metro 2033 – Maske der Dunkelheit“. Ein Werk von Dmitry Glukhovsky und Peter Nuyten.

Worum geht es?

Hier zitiere ich mich einmal selbst: “Wir schreiben das Jahr 2033. Nach einem üblen Atomkrieg von vor 25 Jahren, liegt die Welt in Schutt und Asche. Alles ist radioaktiv verseucht. Die Menschheit wurde nahezu komplett ausgelöscht. Fiese Mutationen wimmeln auf der Erdoberfläche umher. Ein paar letzte Überlebende haben es sich in der ehemaligen Metro Moskaus bequem gemacht.”

Im zweiten Band ist Artjom, gemeinsam mit Michaela und Michail in der alten Metro unterwegs zur Polis. Ihr aktueller Zwischenstopp ist die Station Kusnezki Most. Blöderweise zündelt der kleine Machtkampf zwischen den Stationen immer mehr und hindert die kleine Gruppe am vorankommen. Zudem stehen ihre eigenen Leben auf dem Spiel. Aber – Artjom wäre nicht Artjom, wenn er nicht verbissen darum kämpfen würde zur Polis zukommen. Egal wie.

Und sonst so?

Der Comic ist extrem textlastig. Die 63 Seiten sind also nicht mal eben schnell verschlungen und von einem Spannungsflow kann man ebenfalls nicht reden. Hinzukommen die russischen Namen, Machtspielchen, Selbstzweifel, Wut, Hass, Selbstüberschätzung und Kampfgeist. Ein schwerer Brocken. Dennoch fühlte ich mich in der Hinsicht nicht gelangweilt oder gar unterfordet. Es machte Spaß die Andeutungen auf kommende Ereignisse zu sehen und gedanklich die Verbindung zur Romanvorlage aufzubauen.

Dennoch störte ich mich erneut am Zeichenstil. Leider. Artjom entspricht optisch so gar nicht mit meinen Vorstellungen. Scheint eher einem 80er Jahre Comic entsprungen. Die Monster – oder eher Mutationen – grausam und bestialisch im Roman beschrieben, muten sie hier niedlichen Raubtieren an, über deren nette Optik man nur schmunzeln kann. Erschreckt oder gar gegruselt haben mich deren Momente nicht im geringsten.

Meine Abschlussworte

Metro 2033 Band 2 ist ein würdiger Nachfolger vom Auftakt. Es geht actiongeladen und blutig weiter. Gewalt steht an der Tagesordnung. Schmusibusi wird man hier vergeblich suchen. Ebenso eine Karte der Metro. Den Übersichtsplan vermisse ich immer noch. Zwar konnte mich die Fortsetzung nicht gänzlich überzeugen, trotzdem möchte ich wissen, wie die komplexe Story weiter geführt wird.

64 Seiten
Oktober 2020 veröffentlicht bei Carlsen Verlag*
Teil 2 von 4, Hardcover
komplett in Farbe
von Dmitry Glukhovsky (Autor) und Peter Nuyten (Artist)

zur Kritik von Band 1 *klick

auch besprochen auf

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2 thoughts on “|Comic|”Metro 2033 (2)”

    1. Ey, die Bücher sind GENIAL!
      Wenn du allerdings nach den ersten Seiten nicht reinkommst, lass es und quäl dich nicht.
      Kenn auch welche, die können damit nix anfangen.
      Wobei ich denke, dass es eigentlich voll deinen Geschmack treffen sollte.
      Also wir können dazu auch ne Mini-LR machen. Will nämlich n reread starten 2021 XD

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