Der Japanuary ist im vollen Gange. Daher folgt heute meine erste kurze Filmbesprechung des Films “Mother” (マザー). Aktuell auf Netflix verfügbar.

2020
Genre: Drama
Regie: Tatsushi Omori
Dauer: 127 min
zu letterboxd*
eine Aktion von schoener-denken.de*

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Um was geht es?

Es geht um die alleinerziehende Mutter Akiko. Ihr Sohn Shuhei ist es von Klein an gewöhnt, dass er die zweite Geige spielt. Trotzdem buhlt er um ihre Aufmerksamkeit. Völlig verständlich. Ein Kind möchte die Liebe und Nähe seiner Mutter nicht missen. Allerdings hat diese nur eines im Kopf: Alkohol und Männer.

Vor allem, wenn ihr das Geld ausgeht – sie ist scheinbar immer dauerpleite, obwohl es vom Kindsvater Geld gibt – macht sie sich auf die Suche nach neuen Liebhabern, die stets die “große Liebe” sind. Bis ihnen das Geld ausgeht. Was nicht selten zu kriminellen Handlungen führt, zu denen Shuhei liebevoll gezwungen wird. Dem Jungen ist (noch) nicht bewusst, was er da macht. Aber er weiß, bringt er Geld mit, lobt ihn seine Mutter.

Alles entwickelt sich über die Jahre zu einem Teufelskreis. Vor allem, als Shuhei eine kleine Schwester bekommt. Noch ein Magen mehr, der gefüllt werden muss. Ob er das noch lange mitmacht? Es alles irgendwann eskaliert? Oder auch er sein Leben nicht in den Griff bekommt? All das erfährt man in “Mother”.

Wie hat er mir gefallen?

Erstmal wollte ich “Mother” gar nicht gucken, was aber eher daran lag, dass ich dachte, es ist der koreanische Film aus dem Jahre 2009. Zum Glück habe ich einmal genauer hingeschaut, sonst wäre er komplett an mir vorbeigegangen.

Anfangs war ich voll dabei. Weder Trailer noch Inhaltsangabe hatte ich gelesen und ging somit komplett jungfräulich an den Film heran. Es ist nicht direkt ersichtlich in welche Richtung es geht. Mit der Zeit kristalisiert sich das dann deutlich heraus. Vor allem die lange Zeitepoche, über die man die kleine Familie begleitet hat mich positiv überrascht.

Wobei ich letztlich ein paar Passagen gekürzt hätte. Es gibt fast 1:1 Wiederholungen von diversen Szenen, die die Dramatik untermalen sollen, sowie den Strudel aus Verantwortungslosigkeit, aber ihn kaum vorantreiben. Dazu der ruhige Unterton – man sollte definitiv nicht müde sein!

Mir hat der Film als Gesamtwerk gefallen. Ein Familiendrama, was die Macht der Liebe zu seiner Mutter zeigt. Gleichzeitig wird ihr Versagen auf dem Silbertablett serviert. Nach einer gewissen Zeit, kann man sie gar nicht mehr ins Herz schließen, sondern will nur noch ihre Kinder wegnehmen.

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4 thoughts on “|Japanuary| “Mother”

    1. mmmmh (das gilt dem UT)
      mmmmmmh (ich überlege)
      also, ich glaube, dass der auf netflix nicht mit dt. Synchro kommen wird.
      Wenn ich so überlege, sind viele koreanische Serien dort auch nur mit UT, was mich nicht stört, da ich lieber den Originalstimmen und Betonungen lausche.
      Was ich sagen will: da musst wohl leider noch was warten :(

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