von Yu Satomi

Kurz & Knackig, mein Leseeindruck zu “Noah of the blood Sea”

Worum geht es?

Ein alleinerziehnder Vater bekommt durch glückliche Umstände Schiffskarten geschenkt. Voller Freude, endlich seinen beiden Kindern mal etwas anderes bieten zu können, nimmt er sie an. Ein wenig Erholung und Entspannung auf dem Meer – in einem Luxuskreuzer – kann schließlich nicht schaden. Ob er die Karten auch angenommen hätte, wenn er gewusst hätte, dass es ein Horrortrip wird?

Kaum an Board angekommen, kommt die kleine Familie aus dem Staunen nicht mehr heraus. Akari macht Bekanntschaft mit ein paar Studenten und ihr kleiner Bruder Yuzuru hat nach kurzer Zeit ein paar kichernde Damen an den Fersen kleben. Öhm. Okay? Der Junge schlafwandelt und die Frauen waren so begeistert von dem kleinen Kerl, dass sie gar nicht die Finger bei sich behalten können.

Was witzig klingt, stellt sich bald als großes Problem heraus. Yuzuru schlafwandelt erneut. Nur diesmal bekommt es Akari mit und verfolgt ihn. Dabei führt er sie immer tiefer in das Schiffinnere hinein. Bereiche, die nur bestimmten Gästen vorbehalten sind. Es wird dunkler und verworrener. Plötzlich endet die lustige Seeemannsfahrt und wandelt sich in einen Kampf ums Überleben.

Noah of the blood Sea – Leseprobe

Konnte mich der Manga packen?

Ich bin völlig frei von irgendwelchen Ideen und Vorstellungen an “Noah of the blood Sea” herangetreten. Auf den ersten Seiten wird einem direkt klar gemacht: Es wird BLUTIG und MAKABER! Das reichte für mich.
Danach werden nach und nach die einzelnen – relevanten – Charaktere näher vorgestellt, emotionale Verbindungen werden zaghaft angebandelt und schließlich kommt das erste große Verderben mit großen Schritten auf einen zu.
Zugegeben, ich habe zwei Anläufe gebraucht um mir bewusst zu werden, was da gerade abgeht und wieso es so nett blutig dahergeht. Der Titel ergibt dann vollkommen einen Sinn.

Auf dieser Ebene konnte mich der Manga vollkommen packen. Ich mag es blutig und skuril. Dabei bleibt stets alles übersichtlich und klar strukturiert, egal wie weird manche Charaktere gerade reagieren. Ein Paar Seiten später klärt es sich meist auf.
Nach dem ersten Band werden viele Fragen beantwortet und gleichzeitig genauso viele wieder aufgeworfen. Daher muss ich diese Reihe auf jeden Fall weiterlesen! Okay, es liegt auch an der Aufmachung. Leicht skizzenhaft, Details an den richtigen Stellen, ausdruckstarke Mimik, selbst ohne das gesprochene Word, ist an den Gesichtern einiges abzulesen und natürlich Blut an den richtigen Stellen. Für das zarte Gemüt ist dieser Manga somit nichts.

Noah of the blood Sea – Leseprobe

Lesetipp!?
Nach dem Auftakt von “Noah of the blood Sea” würde ich einen klaren Lesetipp ausprechen. Schließlich kann ich jetzt noch nicht für die Folgebände sprechen. Wer jetzt direkt die Sorge hat, dass es eine unendliche Reihe wird: Im Original ist Noah nach 5 Bänden abgeschlossen. Klingt für mich stimmig und ich bin gespannt, was hier noch draus gesponnen wird.
Ich hoffe, dass nicht diverse Klischeebilder genutzt werden, sondern der Clou noch einen besonderen und/oder frischen Touch bekommt. Da das Genre aus der Nische mir nicht unbekannt ist, möchte ich nichts altes noch einmal durchgekaut serviert bekommen. Das wäre schade.

Wer Horror mag, ist hier an der richten Stelle angelangt. Noah of the blood Sea bietet Unterhaltung, kleine Schmunzler, aber auch Spannung und Spiel und Spaß! Ach, ne … das war etwas anderes. Obwohl es in gewisser Hinsicht stimmt. Nur eben nicht für Kinder, sondern ab 18 Jahre!

176 Seiten
Juni 2021 veröffentlicht bei Egmont Manga*
Serienauftakt (Band 1 von 5)
komplett schwarz7weiß
von Yu Satomi

Genre: Horror

Altersempfehlung ab 18 Jahre!

auch besprochen beim Franzi*

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Noah of the blood Sea – Cover

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