mit Büchern von Carlton Mellick III und Brian Hodge

Kurz & knackig kommen hier meine 2 Meinungen zu “Jedes Mal, wenn wir uns in der Eisdiele treffen, explodiert dein verdammtes Gesicht” und “Ich hole dir die Vögel vom Himmel”


Buch 1
“Jedes Mal, wenn wir uns in der Eisdiele treffen, explodiert dein verdammtes Gesicht”

Ethan hat ein Problem. Er ist in ein Mädchen verknallt, welches exakt dieses Problem hat, welches im Buchtitel steckt. Ihr Gesicht explodiert. Hautfetzen fliegen durch die Gegend, Augäpfel werden aus der Höhle gerissen, Blut verschmiert die Wände … oder eben das Gegenüber.

Was witzig und eklig zugleich klingt, ist für Ethan anfangs ein gewaltiger Schock und ziemlich bedrohlich. Was, wenn das Gesicht explodiert, sobald er sich ihr nähert? Hat sie Schmerzen? Wie heilt das wieder? Gibt es Folgeschäden? Was löst es eigentlich aus? Kann Ethan mit so einem Mädchen überhaupt zusammen sein? Alles Fragen, die sich irgendwann stellen.

Dabei ist die letzte Frage fast die relevanteste. Schließlich bleibt so eine Eigenart nicht unbemerkt. Doch, wie heißt es so schön: Liebe kommt von Innen! Ein Aspekt, der Ethan noch deutlich zu spüren kommen wird.

Die Geschichte ist so charmant und alltäglich geschrieben, dass das explodierende Gesicht fast nebensächlich wird. Der junge Ethan wird bald vor wichtige Entscheidungen gestellt, die für die lesende Person genauso überraschend kommt, wie für ihn. Dabei schafft es Charlton Mellick III viele Informationen, ein kleines Leben und zahlreiche Explosionen in so ein kleines Büchlein zu packen ohne jemals langweilig oder gar überladen zu wirken.

Der Titel hält, was er verspricht. Es gibt eine Eisdiele, es gibt das hübsche Mädchen, welches als Außenseiterin gilt und auf Ethan nahezu magisch wirkt und natürlich explodiert ihr Gesicht regelmäßig. Blut, Splatter und Liebe. Wie kann so etwas nicht harmonisch wirken? Feine Unterhaltung, die derb, makaber, lustig und unterhaltsam zugleich ist.

Anzeige

Festa Verlag*
Juli 2020
160 Seiten
Festa Special Hardcover mit Lesebändchen

Buch 2
“Ich hole dir die Vögel vom Himmel”

Nona kommt nach dem Tod ihres Urgroßvaters an zahlreiche seiner Werke heran. Voller Staunen begutachtet sie die gezeichneten Bilder und beschließt sie einem Gutachter zu zeigen. Dieser ist ebenfalls recht angetan von dem Schaffenswerk. Zügig nimmt er die einzelnen Rahmen unter die Lupe und stellt rasch fest, dass der gute Großvater Conklin einen ganz eigenwilligen Stil hatte, zudem in erster Linie keine Pinsel gehörten.

Er schließt sich mit Nona kurz, da ein entscheidetes Gemälde fehlt. Ihre Suche führt in das Heimatdorf des Künstlers. Es ist komplett verlassen und liegt zerfallen in den Bergen. Dennoch beschließen sie – gemeinsam mit Nonas Bruder – dorthin zu gehen und das letzte Puzzleteil zu suchen.

Doch irgendetwas ist seltsam. Sie fühlen es, können Veränderungen sehen, aber es einfach nicht greifen, obwohl es direkt vor ihren Augen liegt. Bei ihrer Suche bemerken sie zu spät, dass das Seltsame bereits von ihnen Besitz ergriffen hat.


Das Buch entwickelt sich komplett anders, als ich es erwartet habe. Dennoch beeindrucke es mich mit seiner ruhigen und zugleich einnehmenden Art. Es hat so eine entspannte mystische Gangart, dass es leicht fällt dem Schreibstil (oder eher der seltsamen Macht?) zu verfallen.

Anzeige

Festa Verlag*
April 2020
124 Seiten
Festa Special Hardcover mit Lesebändchen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.