|SciFi| “Die Ceres Mission”

von A.D. Riddle

Kurz & knackig kommt hier meine Meinung zu “Die Ceres Mission”.


Worum geht es?

Es ist soweit, die Energie der Sonne reicht nicht mehr aus und die Erde versinkt im Winterschlaf. Quasi der umgekehrte Effekt, den wir aktuell in der Gegenwart erleben. Aber was machen, wenn die Gletscher sich ausbreiten und die Menschheit förmlich darunter erfriert?
Richtig, es werden Menschen ins All geschossen, die Ursachenforschung beitreiben und die Wärmequelle Sonne zurückbringen sollen. Das sagt sich so einfach daher. In der Realität ist es ein Kampf um Leben und Tod. Auch im All.

Was passiert dann?

Emma Matthews heißt die Frau, die zur Erforschung der Kälte auf der ISS verweilt. Doch dann kommt es zu einem Zwischenfall. Die Weltraumstation wird zerstört und ihr Leben hängt an einem seidenen Faden. Nach langem Zögern wird eine Rettungsmission von der Erde aus gestartet. Denn dort hat sich zwischenzeitliche die Lage extem zugespitzt und bewohnbares Gebiet ist kaum noch vorhanden.

Mit dabei ist der Wissenschaftler Doktor James Sinclair, der scheinbar den Grund für die Kälte gefunden hat und diese nun beheben möchte. Kommandantin Emma in ihrer Rettungskapsel liegt quasi auf dem Weg. Das alles geschieht unter extremen Zeitdruck und der Last der Rettung der Menschheit. Theoretisch sind alle geplanten Aktionen perfekt ausführbar, doch wir kennen die Realität: Es kommt selten so, wie geplant, vor allem wenn es eine Unbekannte in der Gleichung gibt.

Bis zu einem gewissen Zeitpunkt rennt die Zeit in dem Buch. Ein spannender Showdown der förmlich nicht aufhören will. Dann ist er da und alles kühlt ab. Je mehr die Erde unter Eis begraben wird, umso kühler wird die Lesestimmung. Aber warum? Liegt es an der Story? Nein. Die Mission zur Rettung der Erde ist weiterhin interessant zu lesen und zieht einen magisch in den Bann. Ist es der Schreibstik? Nein. A.G. Riddle hat einen angenehmen Schreibstil, der einen förmlich durch das Buch fliegen lässt. Was ist es dann? Die Lovestory. Es entspinnt sich eine Liebesgeschichte, die für meinen Geschmack zu viel Raum einnimmt und fast das eigentliche Geschehen verdrängt.

Das Buch “Die Ceres Mission” von A.G. Riddle ist der Auftakt einer Trilogie namens “The Long Winter”. Wieso immer nur die Sonne auf die Erde stürzen lassen, wieso diese nicht einfach mal “wegnehmen”? Mit dem Konzept ist der Autor sicher nicht allein, aber für mich war es mal etwas Neues an der Lesefront. Umso enttäuschter bin ich im nachhinein, dass er hier so eine dominante Love Story eingebaut hat. Soll das das Publikum anziehen? Mich stößt es eher aber … Dann lieber viele wissenschaftliche Fakten und weniger Romance.
Trotz dieses negativem Aspektes möchte ich die Reihe weiterlesen, da mich doch interessiert, wie es mit der mainstory weiter geht. Notfalls wird das Liebesgesäusel überflogen, was sich sicherlich für das Verständnis nicht bemerkbar machen wird.

An der Stelle daher heute kein Lesetipp. Noch nicht. Es fehlen zwei Bände und in denen kann bekanntlich so einiges passieren. An eine komplette Enttäuschung der Ceres Reihe glaube ich nicht und freue mich daher auf die Folgebände!

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VÖ: September ’21 bei Heyne*
Seiten:
576

Erde & Weltall
SciFi
Band 1 von 3
“Genom” von A.G. Riddle
(Buchkritik)*
Die Ceres Mission

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