|Alltag| “Kaisu probiert Alternativen”

Wie ich aus Neugierde diverse vegane/vegetarische Alternativen teste.

Wie fange ich am besten an? Am besten einmal tief Luft holen: Also daaaamals!
Ich habe noch nie sonderlich gern Fleisch gegessen. Als Kind gab es noch den klassischen Sonntagsbraten. Neben Schwein, Rind und Huhn, auch Kaninchen, Ente und Taube. Später in der Ausbildung (Hotelfachfrau), habe ich diese Bereiche erweitert und schnell gemerkt, dass dunkles Fleisch und ich keine best buddies werden. Irgendwann bevorzugte ich nur noch Geflügel, da selbst Schwein mir nicht mehr schmeckte.
Dann gab es da ein paar “Unfälle” wo ich halb rohes Geflügel serviert bekam. Urgs. Letztlich wurde die Fischwelt mein best buddy. Klar, es landete immer mal wieder Wurst & Fleisch in meiner Küche. Anfangs von Discounter, später – sensibilisiert und etwas mehr Geld aufm Konto – gings nur noch zum Metzger und noch ein paar Jahre später das Fleisch vom Biohof aus der Nachbarschaft.

Dennoch. Gerade in den letzten 3 Jahren habe ich gemerkt, dass ich Fleisch nicht brauche. Wurst landete so gut wie nie in meinem Kühlschrank. Eher verfiel ich immer mehr dem Kääääse.
Also wurden die Fleisch-Käufe seltener, bis ich sie letzten Herbst komplett einstellte.
Es gibt noch etwas Rind in meinem Froster. Das verarbeite ich noch. Das wars.
Jetzt also Alternativen holen? Fleisch-Ersatz? Nein. Ich vermisse weder die Konsistenz, noch den Geschmack. Zumindest in den allermeisten Fällen. Als Thüringer Mädel bin ich mit gut gewürzter Wurst aufgewachsen. Da ich dort seit Jahren nicht mehr lebe, kamen diese Produkte meist durch “Ost-Pakete” bei mir an. DIESER würzige Geschmack ist der einzige, den ich etwas misse.

Somit brauche ich erstmal keinen Fleisch-Ersatz in irgendeiner Form. Neugierig war ich dennoch. Produkte mit Tofu als Hauptkomponente schließe ich aus. Ich mag weder Tofu in reiner Form, noch verarbeitet. Bleiben also noch Seitan oder Weizen* oder Jackfruit. Mehr ist mir noch nicht über den Weg gelaufen. Burger-Patties aus Erbsen, Bohnen & Co rechne ich hier nicht mit ein.
[*kleiner Spoiler: Ich mag den Geschmack von Weizeneiweiß in diesen alternativen Produkten, keine Ahnung wieso, aber er trifft voll meinen Nerv]

Wo ich dagegen gezielt Ersatz suche, ist Fisch! Da ist der Markt noch recht rar gesäht. Aber die Nachfrage steigt und da wird sicher noch etwas kommen.
Genug der Vorrede! Es folgen meine getesteten Fertig-Produkte, die stetig erweitert werden.

|| Auf Twitter* poste ich meine Erfahrungen direkt mit dem #KaisuProbiert


VEGANE SCHNITZEL (TAKE IT VEGGIE)

Schnitzel. Wikipedia sagt dazu “dünn geschnittene Stücke”, die oft geklopft oder platt gedrückt werden, um die Fasern zu brechen und es somit zarter zu werden.
Es kommt von “sniz” für Schnitt und wurde vom Fleisch quasi in Beschlag genommen. Dabei gibt es total lecker Gemüse-Versionen mit Kohlrabi oder rote Bete.
Übrigens, nicht jedes Schnitzel ist automatisch paniert.

Bei dieser gekauften Version wurde ein wenige die ovale Form nachgeahmt. Es hat eine gute Größe und ist schön flach. Kurzes anbraten in der Pfanne und die Panade wird fein knusprig.
Geschmacklich erinnert es eher an ein Geflügelschnitzel bzw. Chicken Nuggets.
Von der Würzung kein aufregendes Erlebnis. Alles bleibt bodenständig und rund.

Veganes Schnitzel,
zubereitet mit Kartoffelpüree und Rosenkohl

Wo gekauft? Kaufland
Wie viel hat es gekostet? € 1,99 (Januar 2022 im Kaufland)
Wie viel ist drinnen? 200g / 2 Schnitzel
Auf welcher Basis hergestellt? Weizeneiweiß
Besonderheiten? vegan, laktosefrei
Würde ich es wieder kaufen? Vielleicht.

VEGANE KNUSPRIGE STÄBCHEN FISCH-ART (VIVERA)

Fischstäbchen sind länglich & quaderförmig, sowie paniert und meist in der TK Version als Fertigprodukt erhältlich. Sie gibt es seit 1955 und werden heute anstatt aus Hering meist aus Alaska-Seelachs hergestellt.

Ich bin eher zufällig drüber gestolpert und hatte in dem Fleisch-Ersatz Kühlregal nicht mit “Fisch” gerechnet. Passte ganz gut, da ich ja bei Fisch eh Alternativen suche. Warum also nicht mit einem “Klassiker” anfangen?
Kurz angebraten, eine krosse Panade, schauen sie optisch genauso aus, wie die fischigen Vorbilder. Einmal klassisch zu Kartoffelpüree gefuttert und einmal in Wraps gepackt. In beiden Fällen konnte ich definitiv eine Anlehnung erkennen. Hat mich positiv überrascht. Nur der Preis ist ordentlich. Angeblich soll er woanders niedriger sein, das überprüf ich noch.

Wie viel hat es gekostet? € 2,69 (Januar 2022 im Kaufland)
Wie viel ist drinnen? 210g / 8 Stäbchen
Auf welcher Basis hergestellt? Weizeneiweiß
Besonderheiten? vegan, hoher Proteingehalt
Würde ich es wieder kaufen? Ja.

VEGANE SUCUK (WHEATY)

Sucuk ist eine kräftig gewürzte Rohwurst aus Südosteuropa. Oft scharf gewürzt und mit Knoblauch verfeinert. Sie wird geräuchert oder luftgetrocknet. Alles Punkte, die mich innerlich vor Vorfreude weinen lassen und so freute ich mich auf eine erste vegane Version!

Diese Sucuk hatte ich gezielt geholt, um Soljanka verfeinern zu können, denn ganz ohne würzige Aspekte kommt diese in meinen Augen nicht aus. Hier stand Knoblauch mit drauf, für mich aber nur ein “Nebeneffekt”. Ich wollte es scharf und geschmacksintensiv.
Beim auspacken schlug mir direkt der leckere Duft entgegen. Schnell kleingeschnitten, kurz angebraten, ein Stück probiert. Ja, doch, kommt dran. Nur Knoblauch schmeckte ich so gar nicht.
In der Soljanka selber gibt sie ein gutes Bild ab und erfüllte genau den Zweck den ich wollte. Sie bleibt auch nach dem kochen bissfest. Die Schärfe war genau richtig. Nicht zu dominant. Daumen hoch.

Vegane Sucuk
(Bild links – in Soljanka verarbeitet)

Wie viel hat es gekostet? € 5,69 (Januar 2022 im shop kokku-online.de)
Wie viel ist drinnen? 200g
Auf welcher Basis hergestellt? Seitan
Besonderheiten? vegan, auch roh verzerrbar
Würde ich es wieder kaufen? Ja.

Fortsetzung folgt …

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