|Comic|”Metro 2033 (3+4)”

Abschlussfazit.

Worum geht es?

“Wir schreiben das Jahr 2033. Nach einem üblen Atomkrieg von vor 25 Jahren, liegt die Welt in Schutt und Asche. Alles ist radioaktiv verseucht. Die Menschheit wurde nahezu komplett ausgelöscht. Fiese Mutationen wimmeln auf der Erdoberfläche umher. Ein paar letzte Überlebende haben es sich in der ehemaligen Metro Moskaus bequem gemacht.”

Der dritte Band “Augen der Finsternis”
Endlich ist es soweit, es geht an die Oberfläche Moskaus. Darauf hat Artjom die ganze Zeit hingearbeitet. Das Ziel ist die Bibliothek. Doch der Weg ist dorthin ist steinig oder besser gesagt, voller Kreaturen, die die Kameraden töten wollen.

Der vierte Band “Tanz mit dem Tod
Eine angriffslustige Gemeinschaft scheint den letzten Schachzug der Truppe vereiteln zu wollen oder haben sie einfach nur deren Lebensraum gestört?
Derweil wird an jeder Front gegen die Mutationen gekämpft und das große Finale – der Abschuss der Raketen – scheint langsam näher zu kommen.

Und sonst so?

Die Bände sind weiterhin textlastig und entsprechend sind sie nicht innerhalb weniger Minuten verschlungen. Wobei die optisch stark gefüllten Panels, das Auge automatisch ausbremsen, um viele Details erfassen zu können.
Trotz der vielen Dialoge hatte ich zeitweise das Gefühl zu wenig zu erfahren und … fluchte Artjom im Buch auch so viel? Glaub ich muss im neuen Jahr einmal einen kompletten Reread der Reihe machen.

Gedanken zu Band 3
Diesen Abschnitt mit der Bibliothek und dessen Wächtern habe ich spannend und aufregend in Erinnerung. Endlich wird ein neues Kapitel aufgeschlagen (so die Hoffnung) und das hat mich im Buch extrem gefesselt. Diese starken Emotionen hatte ich hier nicht.
Zudem wird zwar immer wieder das “du warst zu lang oben” erwähnt, trotzdem hatte ich das Gefühl, dass die tödliche Strahlung nicht so ernst genommen wird.
Ja, sie existiert, die Furcht vor ihr ist bei dem Charakteren im Comic kaum spürbar.

Gedanken zu Band 4
Huch? Hab ich bei Band 3 etwas überlesen? Nein, nur ein kompletter Szenenwechsel zu einem anderen Trupp und nicht zu Artjom direkt. Das war etwas verwirrend. Legte sich aber schnell. Denn die Kannibalen treten auf den Tagesplan und bringen Unruhe in den Auftrag.
Derweil gibt es bei Artjom am Funkturm andere Probleme: Die Mutanten geben sich extrem angriffslustig und zeitgleich plagen Artjom immer mehr Zweifel an dem Plan der Zerstörung. Ist die Erde nicht schon genug zerstört (ja), wird es danach wirklich besser (mh, zweifelhaft).
Diese Phase hat in der Buchvorlage Artjom eine besondere Tiefe gegeben. Ansatzweise – wirklich nur ansatzweise – konnte ich das hier ebenfalls spüren.

Meine Abschlussworte

Ein Fazit nach vier Bänden Metro 2033.
Die optische Umsetzung des Buches Metro 2033 ist ein nettes Goodie zur Ergänzung. Alleinstehend hat es sicherlich nicht den gleichen (emotionalen) Effekt wie die Vorlage. Das ist nicht nur eine Vermutung, sondern bezeugen manche Lesende, die die Comic kennen, aber nicht das Buch.
Der Zeichenstil hat mich bis zur letzten Seite nicht komplett überzeugen können. Zwar ist er rau und düster gehalten, und somit stimmig zur Atmosphäre, dennoch hält er bei genauerer Betrachtung den makrabren blutrünstigen Momenten nicht stand. Ob es an der Farbgebung liegt? (Blut sieht teilweise aus wie Ketchup) Die Monster nicht opulent genug sind? (Angst? Nein, furchteinflößend war hier nichts.) Ich kann es nicht genau greifen.
Dabei ist mit vollkommen bewusst (!) das ein Buch niemals 1:1 in einen Comic umgesetzt werden kann. Gerade hier, wo ein Band allein knapp 900 Seiten hat. Erwartet habe ich dennoch mehr. Selbst bei gekürzter Darstellung.

Lesenswert? Durchaus. Eine Empfehlung? Nein. Nur eine nette Ergänzung zum Buch, sofern eine optische Darstellung gewünscht ist und dabei die Option besteht, dass diese anders ist, als erhofft.

je 64 Seiten
2021 & 2022 veröffentlicht beim Splitter Verlag*
Teil 3 und 4, Hardcover
komplett in Farbe

von Dmitry Glukhovsky (Autor) und Peter Nuyten (Artist)

Kritik zu Band 1*
Kritik zu Band 2*

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