das ende, richard laymon, heyne, buchkritik

Kurz & Knackig. Ein Blick ins Buch.

Inhalt:

Er wartet auf euch … in schattigen Schluchten … in dunklen Wäldern … er lauert … um euch alles zu nehmen … euer Glück … eure Liebe … euer Leben … Er kommt immer näher … jagt euch … bis zum Ende! [Verlagsseite]

Mein Leseeindruck:

Laymon. Oh, Laymon. Wenn man diesen Namen hört, hüpft das Herz vor Freude und nimmt zugleich die Habacht-Stellung ein, da es nie weiß, wie es sich am Ende fühlen wird. Es könnte vor Aufregung klopfen und nervös zittern, aber auch zeitgleich vor Frust und Scham zusammenschrumpeln und sich in einer Ecke verkriechen. Entsprechend neugierig, bin ich mit meinem besorgten Leserherz an dieses Buch herangegangen.

  • klassischer Einstieg: Man fällt mit einem Mord zur Tür herein.
  • ein Torso ohne Kopf, ein flüchtiger Killer, ein verstörtes Zeugenpaar
  • derbe geht es zu, rau im Ton und in der Beschreibung von Taten
  • Polizei fängt an zu ermitteln
  • Zeugen sind Bekannte der Beamten, vertrauter Umgang, teilweise sehr vertraut
  • Verdächtiger wird gefunden, aber die Sache ist nicht rund
  • weitere Opfer folgen, die Ermittlungsarbeit wird rasanter
  • gute Cliffhanger von Kapitel zu Kapitel eingebaut > hohes Spannungslevel
  • Sex, da kommt man nicht drumherum, Männer geilen sich an Frauen auf und umgekehrt
  • keine Angst > Szenen werden angedeutet gehen aber nie ins Detail
  • der Killer gerät vor lauter Lust & Sorge um einen Hochzeitstag, zeitweise außer Sichtweite
  • die Charaktere scheinen neben Angst, nur die Begierde nach Mitmenschen im Kopf zu haben
  • trotzdem konstante Spannung, da ein Killer frei herumläuft, der auf Rache aus ist
  • Ekelfaktor ist vorhanden und unterstreicht die Abartigkeit des Killers
  • seine Taten wirken – irgendwie – auch nachvollziehbar (nicht die Form, sondern das Warum)
  • Ende ist rund, stimmig und okay

Kaum hat man das Buch angefangen, ist auch auch schon wieder beendet. Denn gerade einmal gute 300 Seiten umfasst die Geschichte. Für einen Laymon eine Seltenheit, da die meisten Bücher über 500 Seiten gehen. Aber, in der Kürze liegt die Würze. Oder etwa nicht?

Die Abschlussworte:

Ich liebe Laymon. Nicht weil er perfekt ist, sondern weil er unterhält. Er schafft es auch den simpelsten Morden eine kuriose Hetzjagd zu entfachen, an die man so noch nie gedacht hatte. Dieses Buch reiht sich für mich eindeutig in die besseren Laymons ein. Trotz meiner Kritikpunkte – die ich fast in jedem Buch von ihm habe – baut er hier eine extrem gute Spannung auf. Aus der einfachsten Situation, wird dank eines Szenenwechsels, ein hibbeliger Moment. Da es wirklich jeden treffen kann, was Mord und Totschlag angeht, ist auch der Ausgang der Charaktere nicht immer komplett vorhersehbar.

Lesetipp: Ein Buch, was für unterhaltsame Leseminuten sorgt und gelegentlich für Stirnrunzler sorgt.

das ende, richard laymon, heyne, buchkritik


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Genre: Crime, Horror / VÖ: März 2018 / Verlag: Heyne Hardcore / Serie: Einzelband

erhältlich bei: hugendubel.de

weitere Meinungen: Krimicouch, Thrilling Books, …


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