Steins; Gate: The Movie (2013)

Eckdaten:

– Handlung schließt an gleichnamigen Serie an (1 Jahr danach)
Manga von Reki Kugayama
Genre: Drama, SciFi, Anime
Länge: 90 min
Sprache: Japanisch (mit UT), Deutsch
Director: Kanji Wakabayashi

Um was geht es?

Okabe Rintaro lebt auf seiner auserwählten Zeitachse (Weltlinie), die für alle ein glückliches Beisammensein bedeutet. Oder doch nicht? Seltsame Visionen und eine innere Unruhe plagen den Wissenschaftler. Er zweifelt, zieht sich zurück und verschwindet plötzlich. Nur Kuriso scheint sich noch an ihn zu erinnern und selbst ihr Gedächtnis scheint immer mehr Lücken aufzuweisen. Ist Okabe nun für immer verloren?

Vorgeschichte: In der Serie wandelt der Wissenschaftler Okabe mit seiner Zeitmaschine auf Weltlinien umher. Er sieht seine Freunde sterben und leiden und versucht sie durch Eingreifen zu retten. Was allerdings einen anderen Strang verändert und neue Steine ins Rollen bringt. Wie man weiß, sollte man die Vergangenheit niemals ändern. Wenn der Tod wartet und ausgetrickst wird, holt er sich sein Opfer später oder ein anderes. Ein bekanntes Zeitreisephänomen. Hüst.

Wie hat mir der Film gefallen?

Ich kenne die Serie nicht. Okay, das ist ein wenig gelogen. Ich kenne die ersten drei Folgen. Hatte bisher immer Anlaufschwierigkeiten mit ihr, obwohl mich das Thema reizt. Also musste der Film herhalten, um mein Interesse erneut zu entfachen. Das hat er auch geschafft. Allerdings nicht weil er so wunderbar perfekt ist. Eher, weil mich die Vorgeschichte und die Erlebnisse von Okabe angesprochen haben und ich jetzt alles dazu wissen will.

Anfangs hab ich mich entspannt zurückgelehnt und den feinen Zeichenstil und die Atmosphäre bewundert. Irgendwann wurden die Falten auf meiner Stirn allerdings immer mehr. Zwar habe ich die Zusammenhänge – dank Rückblenden – stets verstanden, trotzdem wirkte es gestückelt und zusammengeklebt. Irgendwie unharmonisch an einigen Stellen.

Es gibt Filme von Serien, die sind perfekt. Erzählen ein passendes Ende, ein brisantes Ereignis oder das Leben in der Zukunft der Charaktere. Hier habe ich ebenfalls eine Zukunftsversion erwartet. Was machen die Charaktere jetzt, wie geht es ihnen und so weiter. Streckenweise wird einem genau das geboten. Letztlich geht es jedoch eher um eine Beziehung und die Gefühle, die dort existieren. Also eine Romanze? Nein! Das kann ich vehement ausschließen. Man sieht eher das Leiden eines Mannes, der geglaubt hat, alles richtig gemacht zu haben. Aber brauch ich dafür einen 90 Minuten Film?

Was nun? Gucken oder nicht?

Ich habe es nicht bereut. Bin aber letztlich etwas ernüchtert auf der Couch sitzen gelassen worden. Das hätte auch besser umgesetzt werden können. Der Film bietet seichte Unterhaltung, lockt dezent Emotionen hervor, um sie dann einsam zurückzulassen. Für mich steht fest: Ich werde die Serie nachholen! Das Grundkonzept der SciFi-Geschichte mitsamt seinen Protagonisten reizt mich einfach zu sehr und zudem gefällt mir die Optik einfach.

>> Wer die Serie nicht kennt, kann hier reinschnuppern. Serienliebhaber könnten enttäuscht werden.


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