enemy, iain reid

Kurz & Knackig kommentiert

Inhalt:

Ein Besucher ist etwas höchst Ungewöhnliches auf der Farm von Junior und Henrietta, die sich irgendwo in der kanadischen Einsamkeit zwischen riesige Rapsfelder duckt. Und der seltsame Gast aus der Stadt bringt verstörende Nachrichten: Junior wurde für ein Forschungsprogramm ausgewählt und soll die nächste Zeit weit weg von seiner Farm verbringen … sehr weit weg. So soll sein langweiliges Leben revolutioniert, seine persönliche Entwicklung vorangetrieben werden.
Und Henrietta, seine geliebte Frau?
Keine Angst. Für sie wird gesorgt – sie wird seine Abwesenheit noch nicht einmal bemerken … (Verlagsseite)

Mein Leseeindruck:

Creepy. Wenn ich jetzt darüber nachdenke, fällt mir als erstes dieses Wort ein. Dabei ist es nicht die Spannung gewesen oder gar eine grausam beschriebene Tat, die mich dazu verleitet, das Buch so zu bezeichnen. Es ist eher die Story, die mit den Charakteren abgezogen wird. Hoffen wir, dass das niemals in echt passiert.

  • Junior und Henrietta bekommen Besuch
  • fremder Mann von “OuterMore” erklärt, dass sie auserwählt sind
  • wie ein Staubsaugerverkäufer erklärt er sein “Produkt” und zeigt Videos
  • Junior darf zur “Installation” ins All
  • Hen bleibt auf der Erde
  • erstes Krisengespräch, denn Junior will Hen nicht allein lassen
  • dafür gibt es eine Lösung, ein “Ersatz-Junior”
  • der Besucher analysiert dafür Junior, um ein perfektes Ebenbild zu erschaffen
  • der Mann verschwindet & lässt die beiden mit der ungewissen Zukunft zurück
  • irgendwann wird er wiederkommen und Junior holen
  • Spannung: seicht, eher interessant
  • Schreibstil: ungewohnt, aber passend zur Story
  • Charaktere: eigen, auf ihre Art glaubwürdig
  • Ende: perfekt inszeniert

Die Abschlussworte:

Interstellar. Das Haus inmitten der riesigen Maisfelder. Einsam. Allein, Staubige Luft. Brennende Hitze. Verschwitzte Körper. Genau so habe ich mir das Haus der beiden in Kanada vorgstellt. Noch ein paar Hühner, statt Mais- gibt es Rapsfelder und mittendrin ein Paar, was mit einer anderen Zukunft konfrontiert wird, als geplant.

Ich mochte besonders den Schreibstil des Autors. Er wird nie richtig laut und dennoch klebt man an den Seiten und verschlingt das Buch. Zudem hat er ein paar raffinierte Sachen eingebaut, die einem erst am Ende des Buches komplett bewusst werden. So was mag ich äußerst gerne!

Noch kurz ein paar Wort zum Genre: Es ist kein Thriller, kein Krimi und kein reiner SciFi-Roman. Es ist ein  sanfter Mix aus allem. Daher sollte man sich hier nicht allzu sehr auf das auf dem Klappentext stehende Genre “Psychothriller” festlegen. Man wird nur enttäuscht.

>> Ein Lesetipp der besonderen Art!


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Genre: Crime, SciFi / VÖ: Februar ’18 / Verlag: Droemer Knaur / Region: Kanada / Serie: Einzelband

erhältlich bei: hugendubel.de


 

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