Ein Spezial im Spezial: Filme für die dunkle Jahreszeit!

Am Freitag, den 13., kündigte Netflix fünf düstere Filme an. Ab Ende September startet seitdem jeden Freitag ein neuer Film. Kurzerhand haben Conny* und Ich beschlossen, all diese Filme gemeinsam zu schauen. Wir wollen beurteilen, ob die Filme sich lohnen oder man am Ende besoffen auf der Couch liegt, da man zu oft beim Bullshit-Bingo einen Volltreffer hatte. Inzwischen haben wir Halbzeit und die ersten beiden Filme wollen vorgestellt werden. Da ich derweil im Kino ein weiteres Objekt der Begierde gesichtet habe, wird auch dieses hier heute kurz zu Wort kommen.

Willkommen zur dritten und letzten Runde im Rahmen der Halloween-Aktion. Diesmal haben wir uns wieder bei zwei Filmen auf ein Film-Date getroffen und uns gemeinsam gegruselt. Oder uns doch eher über Katzen und Essen unterhalten?

fractured, netflix

“Fractured” (netflix)

Steckbrief: 2019 / Thriller / 100 min / Brad Anderson

Ein Familienausflug. Der klassische Start eines Films, wo nach und nach die Familienmitglieder sterben. Ob es hier auch so ist? Zuerst ist da ein Unfall. Vater und Mutter machen an einer Tankstelle kurz Rast. Die Tochter quengelt derweil herum, und dreht eine Runde auf dem Parkplatz. Dabei erschrickt sie sich vor einem Hund und stürzt in eine Senke. Schwer verletzt bringen die Eltern die Kleine zur nächsten Krankenstation.

Hier beginnt der eigentliche Albtraum. Das Mädchen wird untersucht und zur einen genaueren Diagnose fortgeschafft. Man wartet brav am Empfang. Die Zeit vergeht. Unruhe macht sich breit. Irgendwann hält der Vater es nicht mehr aus und fragt nach, doch niemand kann sich an ein Kind erinnern.

Boah! Blut! Gemetzel! Fiese Machenschaften! Hinterhältige Ärzte! Und noch mehr Gedärme und Blutorgien! Muahaha! Ehm, nö. Das wäre schon gewesen, aber so kommt es nicht. Ehrlich gesagt, haben wir das Ende recht schnell geahnt. Gab nur zwei Theorien. Eine haben wir uns gewünscht, die andere trat ein. Ein Satz mit X, das war wohl nix.

Ich sage: Junge, junge… ein Paradebeispiel, wie man einen Film versauen kann. Selbst die Schauspieler haben so grausige Dialoge in den Mund gelegt bekommen, dass sie die Situation nicht mehr retten konnten.

Conny sagt: Ein Unsinn von Anfang bis Ende, mit unterirdischen Dialogen. Völlig sinnbefreiter Mist.

eli, netflix

“Eli ” (netflix)

Steckbrief: 2019 / Horror / 98 min / Ciaran Foy

Eli ist krank. Er hat eine Autoimmunerkrankung, die scheinbar alle Bereiche abdeckt. Nur porendicht eingepackt, kann er überleben. Selbst Hausstaub könnte zur tödlichen Falle werden. Also beschließen seine Eltern eine neue Einrichtung zu testen. Sie verspricht hohe Heilungschancen. Anfangs schaut alles perfekt aus. Ärzte empfangen die Familie, man klärt auf und zeigt. Bis plötzlich extreme Maßnahmen ergriffen werden.

Wieder ein Film wo es von Anfang an nur zwei Theorien gab und das Ende bereits vorhersehbar war. Allerdings wurden wir hier überrascht. Es gab richtig gute Ansätze. Da hatte sich jemand Gedanken gemacht. Dann ist der halbe Film rum und das kreative Gesicht wurde anscheinend rausgeworfen. Es kommen Wendungen, wo man nur die Hände über den Kopf zusammenschlagen kann und hofft, dass sie das nicht toppen werden. Nein, sie überbieten sich sogar selbst in dem Film…

Ich sage: Um Gottes Willen! Obwohl, der hatte hier bestimmt nichts zu sagen…

Conny sagt: Das beste am Film war mein Nudeleintopf.

rattlesnake, netflix

“Rattlesnake” (netflix)

Steckbrief: 2019 / Crime, Mystery / 1h 25min / Zak Hilditsch

Mutter und Tochter sind auf der Durchreise. Genau in dem Moment, wo das Telefon den Empfang verliert, haben sie eine Reifenpanne. Während die Mutter sich an den Radwechsel macht, schlendert die Tochter durch den amerikanischen Wüstensand und wird von einer Klapperschlange gebissen. Surprise. Panisch läuft sie durch die Gegend und findet einen alten Wohnwagen mitsamt Frau, wo ihr geholfen wird. Ploff. Der Biss ist weg und das Kind geheilt.

Aber alles hat seinen Preis. Diesen erfährt die junge Mutter kurze Zeit später. Sie soll eine Seele bezahlen, ansonsten wird ihre Tochter an dem Biss sterben. Die Heilung wird quasi rückgängig gemacht. Anfangs hält die Mutter alles für Blödsinn, bis ihr durch diverse “Zeichen” klar gemacht wird, dass das kein Traum ist, sondern bittere Realität.

Das Tempo ist recht gemächlich. Plötzliche Gefahrensituationen, sind auf 10 Kilometer Entfernung bereits sichtbar. Der Film erfindet das Rad nicht neu. Alles kommt einem so bekannt vor und creepy oder spannend ist es zu keinem Zeitspunkt.

Ich sage: Es war so einsam ohne Conny! Der Film hat so viele Katzenfotos und Nudelsuppen verdient gehabt, aber keine Aufmerksamkeit.

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