“Der russische Märchenschatz”

〈 Eine Märchen-Weihnachtsaktion gemeinsam mit Conny*.〉

Auf den letzten Metern geht es heute ins eines der größten Länder für die Märchenstund: Russland. Neben den tschechischen Märchen, sind sie wohl mit die bekanntesten Erzählungen aus dem Osten Europas. Besonders Hexe “Baba Jaga”, sowie “Aljonuschka und Iwanuschka” sind vielen ein Begriff. Aber auch “Der Hirsch mir dem goldenen Geweih” oder “Väterchen Frost”. Da der dicke Märchenschatz vier Märchenbücher zusammenfasst, stelle ich einmal kurz den wichtigsten Märchensammler dahinter vor.

russische märchenschatz

Alexander N. Afanasjew wurde im Juli 1826 geboren. Er hat in seinen 45 Lebensjahren zahlreiche Geschichten gesammelt und niedergeschrieben. Daher gilt er nicht umsonst, als der der russische Grimm. Allerdings hat er die Märchen gesammelt und nicht weiter bearbeitet. Er hat auf die typische Kanonisierung (was die Gebrüder Grimm machten) verzichtet. Somit kommt uns die russische Märchenwelt nicht selten wie eine einzige große Märchnlandschaf vor, wo alles miteinander verbunden ist.

Er baute alles darauf auf, dass es erzählte Geschichten sind. Wer kennt sie nicht, die russische Oma, die einem das Märchen bei einer Verfilmung einleitet und sich dann verabschiedet? Inhaltlich geht es recht zauberhaft her. Überall wird verhext, verzaubert und verwünscht. Aber die Tiere dürfen natürlich nicht fehlen. Sie kommen genauso zahlreich vor, wie die Menschen und können in den meisten Fällen sprechen.

“Es lebte ein Mann mit seine Frau. Die bekamen eine Tochter und dann starb die Frau. Der Bauer heiratete eine andere und bekam wieder eine Tochter. Die Frau aber liebte ihre Stieftochter nicht; sie machte der Waise das Leben schwer.” (S.190)

Die anderen Märchen stammen aus den Sammlungen von Anton Dietrich, Johann R. Vogel und August von Löwies of Menar. Jeglicher Zauber schützt jedoch vor Grausamkeit und Brutalität nicht. Es werden Menschen erstochen, erschossen, gebraten und verspeist. Man wird unwissentlich zum sterben zu Hexen geschickt, soll eine glückliche Heirat eingehen und wird dann im Schlaf enthauptet. Fröhliche Weihnachten!

“[…] ihr aber batet um ein Märchen, nun hab ich euch eins erzählt, nicht zu lang und nicht zu kurz: so wie von mir bis zu euch. Würd euch gern noch mehr erzählen, aber weiß nichts weiter.” (S. 430)

Wer sollte die Märchen lesen?

Jeder der in Nostalgie schwimmen und/oder einfach seinen Horizont erweitern möchte. Da die Märchen unterschiedlich lang sind, kann man jeden Tag ein paar lesen und bedenklos das dicke Schatzbuch zuschlagen, bevor es am nächsten Tag weitergeht.

Pluspunkt:
Es ist wirklich eine sehr umfangreiche Sammlung, die einem einen guten Schnitt durch die russischen Märchen präsentiert.

Ein paar Titel daraus:

Der sanfte Mann und die zänkische Frau / Die Füchsin und der Wolf / Die Pilze / Der Frost / Feuervogel und Zarewna Wassilissa / Elena sie Weise / Baba Jaga / Der Kater und der Dümmling …

 Anzeige

Eckdaten:
135 Märchen auf 638 Seiten
Anaconda Verlag aus Köln > Verlagsseite*

2 thoughts on “|Aktion| “Fairy Tales to tell on Christmas Eve” #5

  1. Dieses Buch brauche ich für meine Russlandsammlung unbedingt noch <3
    Von euren Vorstellungen sind so einige auf meiner Wunschliste gelandet. Auf dieses hier habe ich eigentlich nur gewartet :)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.