寄生獣(2014)

Eckdaten:

Mangaverfilmung
Genre: Horror, SciFi, Anime
Länge: 109 min
Sprache: Japanisch (mit UT), Deutsch
Director: Takashi Yamazaki

Um was geht es?

“Hoch über der Erde hatte jemand einen Gedanken… Wenn die Zahl der Menschen um die Hälfte reduziert werden würde, wie viele Wälder könnte man dann vor der Brandrodung retten?” Mit diesen Worten leitet der Mangaka Hitoshi Iwaaki 2003 seinen Manga “Parasyte Kiseijuu” ein. Ähnlich startet auch der Film. Kurz darauf sieht man seltsame Sporen, die über das Meer an die Küste Japans gelangen und sich sofort auf die Suche nach einem passenden Wirt machen. Bevorzugt menschlich.

Shin’ichi bekommt ebenfalls Besuch. Ein wurmartiges Wesen will in seinen Nasenlöchern verschwinden. Reflexartig kann er es daran hindern. Allerdings ist das Ding hartnäckig und bohrt sich einfach in seine Hand. Da hilft kein abschnüren oder drücken. Es ist in ihm drin. Glaubt der Schüler zunächst an einen Traum, zerstreut sich dieser Gedanke sofort, als ihn seine Hand anschaut und mit ihm redet.

Und was passiert dann?

Der Masterplan kommt zum Einsatz! Nun, nicht ganz. Shin’ichi lernt schnell sich mit dem Parasyten zu arrangieren. Ihm bleibt auch nichts anderes übrig. Denn das Ding ist ohne lebenden Wirt nicht überlebensfähig und will nicht von dem jungen Mann weg. Der kann auch von Glück reden, dass nicht sein Hirn befallen ist. Das wäre der übliche Vorgang. Entsprechend ist das Duett etwas besonderes. Was auch äußerst schnell den parasytischen “Kollegen” auffällt, die kontinuierlich an der Weltherrschaft arbeiten. Ergo Menschen töten.

Optisch ist das alles äußerst gelungen umgesetzt. Man hat hier mit dem CGI wirklich gute Arbeit geleistet und hat wirklich das Gefühl, dass diese Parasyten eins mit dem menschlichen Körper sind. Hier und da sieht man den Effekt deutlich, in den meisten Fällen ist es auf den ersten Blick allerdings nicht erkennbar.

Gibt es Blut? Ja, eine Menge Blut. Wer allerdings auf Effekthascherei hofft, sucht hier vergebens. Man zeigt die Meuterei nur näher, wenn es von Bedeutung ist. Bei Schlüsselszenen und emotional passenden Frequenzen.

Emotional geht die Story durchaus unter die Haut. Allein der Gedanke, dass so etwas wirklich passieren könnte, reicht eigentlich aus. Da ich den Manga teilweise kenne, waren wir besondere Momente bereits bekannt und sie haben mich nicht so berührt, wie vielleicht unwissende Zuschauer.

Vergleich Manga vs. Film?

Der Vergleich ist durchaus angebracht. Allerdings werde ich ihn nicht ausweiden. Man kann sagen, dass sich dieser Film an den ersten vier Bänden orientiert. Es gibt Szenen, die sind 1:1 übernommen und es gibt natürlich Änderungen, die für den Film notwendig waren. So werden viele Momente und Dialoge gerafft. Charaktere weggelassen und eben auch verändert. Geschadet hat es nicht. Lediglich das Temperament diverser Charaktere ist im Manga deutlich ungezügelter.

Wie lautet mein Fazit?

Parasyte – Part 1 ist eine gelunge Umsetzungen eines Manga-Klassikers, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Optisch wirklich ein Hingucker. Ich hätte mir lediglich auf emotionaler Ebene mehr Gefühle erhofft. Zudem blitzt der Humor aus den Manga nur gelegentlich durch.

Eine Aktion von und mit schoener-denken*

 

2 thoughts on “|Japanuary| “Parasyte – Part 1”

  1. Hui, das klingt echt gut. Ein wirklich unheimliches Szenario. Aber andererseits: Benehmen wir Menschen uns nicht viel anders als diese Parasiten?

    Ich muss gestehen, an den Mangas bin ich immer vorbei gegangen, weil mich die Cover nie ansprachen. Dass sich darunter aber so eine spannende Story versteckt, hätte ich nicht gedacht. Also eine weitere Mangareihe und ein weiterer Film auf meiner Merkliste…

    1. Direkt so tiefsinnig :P
      Aber ja, eigtl ist es eine Projektion auf die Menschheit.

      Ich bin auch lange dran vorbeigegangen, aber dann hatte ich den ersten Manga im Comicladen in der Hand… ich hab noch nicht alle Bände hier, werd das aber in den nächsten Wochen nachholen :D

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