Der Japanuary ist an seinem letzten Tag angekommen. Daher folgt heute meine achte und letzte kurze Filmbesprechung zu dem Film “The Children of the Sea” (海獣の子供). Aktuell auf amazon prime [pay] verfügbar.

2019
Genre: Drama, Anime, Romance
Regie: Tatsuyuki Nagai
Dauer: 119 min
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Um was geht es?

Seit ihrer frühsten Kindheit, ging Ruka regelmäßig in das riesen Aquarium, wo ihre Eltern arbeiten, ein und aus. Das hat sich geändert, als sie älter wurde, ihre Eltern sich auseinander lebten und der Alkohol Einzug einstige Familienidylle fand. Dennoch zieht es sie stetig zum Wasser. Es zieht sie magisch an. Es ist ihre Flucht vor dem Alltag und Problem mit Klassenkameradinnen.

Als in den aktuellen Sommerferien scheinbar alles an nur einem Tag schief geht, flüchtet sie in das Aquarium. Kaum dort angekommen, spürt sie ihn wieder, den Geist im Wasser. Kurze Zeit später stellt ihr Vater ihr die beiden Jungen Umi und Sora vor. Die beiden wurden von Dugongs (Familie der Seekühe) großgezogen, bevor sie – übergangsweise – in dem Aquarium unterkamen, wo ihre Lebensweise im Wasser untersucht werden soll.

Die beiden Jungen hüten ein Geheimnis, in dass sie Ruka langsam einweihen. Allerdings begreift sie erst spät, was die beiden ihr genau sagen wollen. Es beginnt ein Wettlauf um Leben und Tod.

Wie hat er mir gefallen?

Children of the Sea” sollte Anfang letzten Jahres in die deutschen Kinos kommen. Lief auch teilweise dort, allerdings machte sich da bereits das fiese SARS-Virus auf der Erde breit. Den Rest kennt man. Somit hab ich mich gefreut ihn nun endlich einmal sehen zu können, wenn auch nicht auf großer Leinwand, sondern im heimischen Wohnzimmer.

Fasziniert hat mich vor allem die Unterwasserwelt und Rukas Begeisterung dafür. Optisch sind die Szenen im Wasser wirklich ein Augenschmaus. Zwar wird hier sichtbar CGI angewandt, allerdings so geschickt, dass nur äußerst selten “künstlich” wirkt. Dazu die Story, die einem Märchen gleicht und sich den großen Fragen des Lebens stellt. Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin?

Der Einstieg, der Weg ins Aquarium, der Ausbruch und die Ankunft am Meer mitsamt der Einweihung in erste Geheimnisse – überall war ich voll dabei. Dann kommen Abschnitte, die sich inhaltlich leicht wiederholen ohne die Geschichte voranzutreiben. Künsterlisch wurde sich ebenfalls gut ausgetobt. Ein Kontrast zum sonstigen Stil des Anime. Mir war es zu viel. Das Ende kam nicht sonderlich überraschend daher, aber war stimmig und rundet alles schön ab, sodass man mit einem zufriedenem Gefühl Die “Children of the Sea” beendet.

Der Film basiert auf einem Manga namens “Kaijū no Kodomo” von Daisuke Igarashi. Bisher ist er nur auf dem japanischen und amerikanischen Markt erhältlich. Eine Ankündigung für die Veröffentlichung in Deutschland konnte ich nicht finden.

Von mir gibt es eine gedämpfte Empfehlung für “Children of the Sea”. Der Anime erzählt vom Prinzip nichts Neues. Alles hat man irgendwo schon einmal in Anime (oder anderen Filmen) gesehen. Dennoch verpackt er es ganz zauberhaft in Unterwasserwelten, denen man sich einfach nicht entziehen kann.

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