Drei auf einen Streich beinhaltet die ersten drei Bücher des “Sommerlochbingo”.
Meine kurze Meinung zu jedem Buch.

Die Reihenfolge folgt der Reihenfolge, in der ich die Bücher gelesen habe. Hat also nichts mit einem Ranking gemein.
Einen Sammelbeitrag zum Sommerlochbingo gibt es nicht auf dem Blog. Die Aktion findet bei mir diesmal komplett auf twitter* statt.


London Killing von Oliver Harris

Ein Serienauftakt.
Detektive Nick Belsey steht knietief in der Scheiße. Dank diverser Umstände, die er eigentlich alle selbst verursacht hat, ist er Pleite und droht gekündigt zu werden. Zum Glück leistet er gute Arbeit und so sieht man von einer Suspendierung ab. Dann ist da dieser Fall. Ein Mord? Ein Suizid? Was auch immer, er verspricht VIEL Geld und DIE Lösung seiner Probleme. Blöd nur, dass jemand andres ebenfalls auf diese Idee kam. Ein komplexer Krimi entwickelt sich, der an keinster Weise langweilig wird.
Allerdings ist er so überladen und voll mit interesanten Thematiken, dass das Lesen zeitweise als “ich hab es geschafft” ausartete. Klingt negativ, ist es nicht. Der Brain war nur voll und Pinky hat derweil rumgemault. Ich werde auf jeden Fall noch Band 2 lesen!

Der Pakt der Wölfe von Pierre Peltot

Das Buch zum Film.
Entdeckt vor geraumer Zeit in einem Bücherschrank und direkt mal eingesackt. Anfangs dachte ich, es ist die Inspiration für den Film, aber dem ist nicht so. Es ist tatsächlich nach dem Film geschrieben & von ihm beeinflusst. Das merkt man direkt zu Beginn, man hat sofot die Anfangsszene aus diesem vor Augen.
Allerdings hatte das Buch nicht lange die Chance sich mir zu beweisen. Schachtelsätze. Meine Freunde. Zeitweise entwickel ich eine Hassliebe zu ihnen und gehe eine Co-Freundschaft mit ihnen ein. Hier allerdings … sorry, das ging so gar nicht. Dazu kam die Ausdrucksweise und die ständigen Wiederholungen, als ob man meint, dass das Gegenüber einen nicht versteht und man somit alles 5x wiederholen muss.
Nicht einmal die geringe Seitenanzahl konnte mich dazu verleiten, den Pakt der Wölfe zu beenden. Das Buch wandert ganz schnell in den Bücherschrank zurück.

Broken Monsters von Lauren Beukes

Grausame Morde.
Eine Leiche wird gefunden. Der Oberkörper ist menschlisch, der Unterleib ein Hirsch. Zusammengeklebt mit einem Kleber, der gut hält und nicht aus der Bastelschublade kommt. Ein Profi? Detective Gabriella Versado steht vor einem Rätsel, was schleunigst gelöst werden sollte, denn immer mehr solcher seltsamen Skulpturen tauchen auf. (Erzählstrang 1). Nebenbei lernt man Gabriellas Tochter kennen. (Erzählstrang 2). Die Teenagerin hat ganz eigene Probleme mit ihrer Freundin und nebenbei versuchen sie einen Pedo zu stellen. Ob das gut geht? Der Künstler selbst kommt auch zu Wort (Erzählstrang 3). Es wird quasi aufgezeigt, wie er zu dem wurde, was er heute ist. Dazu noch ein junger Mann, der unbedingt berühmt werden will (Erzählstrang 4). Damit wäre das Quartett vollkommen. Im stetigen Wechsel – anfangs scheinbar komplett zusammenhanglos – verweben sich die Geschichten immer mehr und bündeln sich in einem gelungenem Finale.
Wieder einmal ein wunderbares Werk der Autorin. Sollte man sich nicht entgehen lassen!


Drei auf einen Streich ist eine Aktion, die nun regelmäßig unter dem Titel laufen wird.
Ähnlich “Dreimal Japan – Drei Bücher, drei Meinungen” *klick

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