von Chris Mooney

Kurz & knackig kommt hier meine Meinung zu “Blood World“. Einem Einzelband.
Spoilerfrei.


Rezensionsexemplar

Worum geht es?

In einer fiktiven Zukunft ist die Wissenschaft bereits einige Schritte weiter. Aus Blut konnte ein Serum entwickelt werden, was die Menschen jünger und frischer aussehen lässt. Aber nicht nur das. Die Gesundheit verbessert sich merklich, ebenso die eigene Kraft.
Kein Wunder, dass ein merklicher Run auf dieses Produkt besteht. Doch wo Sonne ist, ist auch Schatten. Viel Schatten. Statt Drogenkartellen, gibt es nun Blutkartelle, die die Herstellung in ihren Fingern halten. Von illegalen Blutfarmen ist die Rede. Einem Wunderstoff, der noch schneller und rasanter wirkt. Ist das wirklich etwas dran?

Was passiert dann?

Ellie Battista ist Polizistin. Zwar ist sie nicht nicht lange dabei, dennoch ist es ihr großes Ziel auf schnellstem Wege in die Sondereinheit kommen, die sich mit den illegalen Blutfarmen befasst. Besonders der neue Stoff namens “Pandora” hat es der Einheit angetan. Die Wunderwaffe braucht eine bestimmte DNA zur Herstellung. Diese ist jedoch recht rar und so werden immer wieder Menschen auf offener Straße entführt.

Ich nehme der Handlung nicht viel vorweg, wenn ich sage, dass Ellie sich undercover in die blood world begibt. Recht früh wird beschrieben wie und warum sie überhaupt so fixiert auf den Job ist. Komplett nachvollziehbar für mich. Ebenso ihre persönliche Einstellung und Haltung gegenüber den Vorgesetzen. So darf und sollte ein weiblicher Charakter sein!

Letztlich switchen die Erzählstränge hin und her. Dreh und Angelpunkt bleibt stets Ellie. Doch ein weiterer Herr, der in enger Verbindung zu den Blutfarmen steht (oder auch nicht?), kommt ebenfalls zu Wort. Und – auch wenn ich genau wusste, was er macht – wurde er sofort ein Charakter, den ich mochte. Ähnlich der jungen Polizisten soll beiden kein Leid geschehen. Ob dieser Wunsch in Erfüllung geht ist leider fraglich…


Das Buch “Blood World” klingt zunächst nach blutsaugenden Wesen, die anderen ihre Lebenssäfte entziehen, um selbst für immer jung und knackig zu bleiben. Streng genommen, ist dem so. Vampire sucht man hier allerdings vergeblich. Zum Glück. Die Geschichte zeigt die Gier der Menscheit. Wie schnell Machtpositionen ausgenutzt werden. Was alles für ein Wundermittel gemacht wird und wie egal vielen die Herkunft (ein Menschenleben) wert ist.
Es geht blutig daher, gebadet wird jedoch nicht darin. Von Anfang an, kleben die Augen an den Zeilen. Der Wissensdurst und die Neugierde treiben einen dem gelungen Finale entgegen.
Chris Mooney hat einen Schreibstil, der mir persönlich sehr gut gefallen hat. Ebenso seine zarten Andeutungen auf die aktuelle Gesellschaft. Eine kurze Recherche zeigte, dass er bereits ein paar Bücher auf den Markt gebracht hat. Dorthin wird es mich wohl bald ziehen. Ich spreche daher einen klaren Lesetipp aus!

Anzeige

VÖ: Juli 2021 bei Heyne Verlag*
Seiten: 480

Amerika
Crime, Thriller, SciFi
Einzelband
Blood World – Cover

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.