|Crime| “The Maid”

von Nita Prose

Kurz & knackig kommt hier meine Meinung zu “The Maid – Ein Zimmermädchen ermittelt”.


Worum geht es?

Molly Gray ist Zimmermädchen aus Leidenschaft. Sie liebt es Zimmer in einen Zustand der Perfektion zu hinterlassen. Das gehobene Hotel “Regency Grand Hotel” ist dafür der perfekte Ort. Nie wird sie ausfallend, sondern hält sich an alle Regeln, die ihr beigebracht wurden.
Na, zumindest an fast alle. Ihre Eigenarten sorgen für eine Menge Getuschel unter den Kolleg*innen. So ist es kein Wunder, dass diese Gerüchteküche dafür sorgt, dass SIE eines Mordes beschuldigt wird. Mr Black ist das Opfer. Reicher eigensinniger Stammgast. Tot aufgefunden, von Molly. Zuletzt im Zimmer, war Molly. Ups.

Was passiert dann?

Molly lässt das natürlich nicht auf sich sitzen. Von ihrer Gran lernte sie einst stets strukuriert vorzugehen und nutzt ihre Leidenschaft für der Serie Columbo, um ihre Unschuld zu beweisen. Das ist allerdings gar nicht so einfach, wie sie anfangs denkt.
Zumal sie selbst Fakten zurückhält. Ohne Absicht. Sie wird einfach nicht danach gefragt und wieso etwas Preis geben, wenn sich niemand danach erkundigt?
Gleichzeitig geht sie einem scheinbar guten Freund auf den Leim. Dieser nutzt ihre Unschuld aus und wirft sie erst recht den ermittelnden Beamt*innen vor die Füße.

Wie beschreibe ich am besten den Stil des Buches? Vielleicht ein wenig Hintergrund. Molly wurde von ihrer Großmutter Gran aufgezogen. Von dieser lernte sie viele Dinge, allem voran die Reinlichkeit. Gleichzeitig wurde ihre Sprache und ihr Denken auf die alte Schule geeicht, sodass es sich beim Lesen so anfühlt, als ob eine sprachliche Zeitreise ins alte England gemacht wird.
Damit fällt die junge Frau natürlich auf. So manch ein Mensch in ihrem Umfeld tuschelt leise und macht sich über sie lustig. Gleichzeitig sieht Molly kein Fehler in ihrem Verhalten.
In der beobachtenden Position würde ich sie wohl im ersten Moment als naiv bezeichnen. Was aber absolut nicht der Wahrheit entspricht. Eher ist sie unerfahren und grün hinter den Ohren.

Und was ist in so einer Situation möglich? Richtig! Erfahrungen sammeln und lernen. Darauf baut einiges in dem Buch auf.
Eine Woche lang begleiten wir The Maid Molly auf ihrer abenteuerlichen Reise. Dem Alltag, einem Mordfall, der komplette Unruhe reinbringt, Ermittlungen, die eine Menge Staub aufwirbeln und mittendrin entstehen neue Freundschaften. Alles, was zu einem Cosy Crime Buch gehört.

The Maid

Das Buch “The Maid” von Nita Prose hält, was es verspricht: Ein Zimmermädchen ermittelt. Die Idee dazu kam der Autorin bei einem ihrer Hotelaufenthalte. Die Liebe zu ihrem Werk ist deutlich spürbar.
Ich selbst komme aus der Hotellerie und habe so manch ein Ereignis durchaus wieder erkannt. Lediglich ein paar Eckdaten, waren fiktiv. Die Unwissenden nicht zwingend auffallen. So ist das Arbeitspensum extrem hoch, selbst für so ein Luxushotel. Es wird im Rock geputzt! Himmel hilf… und Türen während der Reinigung geschlossen? Hoffentlich nicht!

Das Buch bietet ein paar schöne entspannte Lesestunden. Zu viel hinterfragt sollte nicht werden, was die Ermittlungen und deren Ergebnisse angeht. Das geht doch zeitweise recht flott und recht positiv und harmonisch aus. Quasi Downton Abbey ohne extremes Drama, mit einem Mordfall. Zur Abwechslung war es genau das Richtige und von daher spreche ich auch einen Lesetipp aus!

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VÖ: Februar ’22 bei Droemer Knaur*
Seiten:
368

England
Cosy Crime, Drama, Slice of Life
Einzelband (aktuell)
“Nita Prose” homepage*
The Maid

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