mindfuck stories, Christian Hardinghaus, buchkritik

Die Tage flatterte dieses kleine Büchlein namens “Mindfuck Stories” in meinen Briefkasten und wurde nach kurzer Zeit auch direkt Stück für Stück verschlungen. 15 kleine Kurzgeschichten erwarten den Leser, in denen sich alles um den “Mindfuck” dreht. Übersetzen lässt sich das nicht direkt. Es heißt schlichtweg, dass etwas unerwartetes geschieht, womit man überhaupt nicht gerechnet hat oder auch “to fuck with somebody’s mind/brain”, um einen Ansatz des Autors zu erwähnen.

Sitzt man also am Ende einer Geschichte mit dicken Fragezeichen da und ist am grübeln, hat er Autor sein Ziel sichtlich erreicht. Ich finde das Buch absolut lesenswert! In diesem Kurzgeschichtenstil, habe ich so etwas bisher noch nicht in die Hände bekommen. Aus Filmen mag diese Art des Verblüffens bekannt sein, in Büchern dagegen kommt es nicht allzu oft vor.

Die Geschichten sind teils verworren und überraschend, aber auch vorhersehbar.

Das Genre selbst lässt sich nicht so einfach festlegen. Es schwankt unter anderem zwischen Horror, Fantasy, Humor und Alltag. Eine Leserin verglich den Autor Hardinghaus mit Jack Ketchum, von dem ich schon viel positives gehört habe und wo es mich nun noch mehr in den Fingern juckt, ein Buch von ihm zu lesen. Andere Vergleiche, wie unten im Pressetext vermerkt, mit Sebastian Fitzek kann ich nur bedingt unterstreichen. Sind meiner Meinung nach Kurzgeschichten nicht mit einem ganzen Roman/Thriller/Krimi vergleichbar.

Letztendlich habe ich mich von Anfang an unterhalten gefühlt, auch wenn ich nicht immer einen “mindfuck” erlebt habe. Zu den Geschichten selbst möchte ich mich an dieser Stelle nicht näher äußern, sollte doch jeder unvoreingenommen dort herangehen. Meine zwei Favoriten sind: “Der Baumjunge” und “Die Flugsimulantin”


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Genre: gemischt / VÖ: Jan 2014 / Verlag: PRovoke media / Serie: Einzelband


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