Wenn ein Serienjunkie zur Fernbedienung oder Gamepad greift und dann auch noch ein Abo in die Finger bekommen hat, hat das meist keine guten Folgen. Stundenlang wird gesuchtet, lästige Werbung weggeklickt, Intro übersprungen und der Abspann geskippt. Reduktion auf das Wesentliche: Die Serie selbst. Willkommen in meiner Welt! In den letzten Wochen sind einige Serienstarts angelaufen, aber auch “ältere” Serien fallen nicht unter den Tisch. Nicht alle haben mir gefallen, aber darüber später mehr. Ich werde dieses Format nun regelmäßig herausbringen. Ganz unverblümt, gibt es dann meine Meinung zu zahlreichen Serien jeglicher Art.


Das Damengambit (Netflix)

Schach. Damit habe ich so viel am Hut, wie mit Fußball. Quasi nichts. Dennoch lockte mich der Titel, zumal ich eine zeitlang aktiv Go gespielt habe. Die Serie basiert auf einem Buch namens “The Queens Gambit” von Walter Tevis (bisher nur auf englisch erhältlich). Es geht um Süchte und Leidenschaft, wie an keiner Stelle langweilig oder fad. Eine grandiose Serie, die mich positiv überrascht hat.

Gambit bezeichnet übrigens die Eröffnung beim Schach, wo ein Bauer oder eine Leichtfigur geopfert wird. Die Serie sollte vor über zehn Jahren bereits umgesetzt und Heath Ledgers Regiedebüt werden.

das damengambit

Barbaren (Netflix)

Eine deutsche Serie. Das sorgt bekanntlich für Diskussionsstoff und auch ich bin eine Kritikerin. Dennoch geb ich den Serien stets eine Chance. Die Barbaren behandeln den Krieg im Teuteburger Wald, die Varusschlacht, die in die Geschichte einging. Ein derber Schlag für die Römer. Trotz der Historie ist kaum etwas überliefert. Auf die kargen Details gestützt, gemixt mit eigener Fiktion wurde eine gute Serie hingelegt, die sich nicht verstecken braucht.

Zwar bekommt sie nicht in jeder Szene dem kompletten steifen deutschen Stock aus dem Hintern gezogen, aber als Gesamtpaket lohnt es sich durchaus.

barbaren netflix

Spuk in Bly Manor (Netflix)

Spukserien sind immer wieder was feines. Sie können einen perfekt unterhalten oder es komplett versemmeln. Hier hat mir vor allem der leichte und leise Ton gefallen. Softer Grusel quasi. Ein Kindermädchen soll zwei Kids aufziehen und unterrichten, die nach dem Tod der Eltern Waisen sind. Klappt ganz gut, wären da nicht die Schatten der Vergangenheit. Also wirklich SCHATTEN der Vergangenheit.

Zwar war mir zeitweise zu sehr der Fokus auf dem ersten Kindermädchen, dennoch hat mich vor allem die Love Story (jaha) gepackt. Zwar ahnt mehr recht schnell wohin alles führt, dennoch will man eingreifen und den Lauf der Geschichte ändern. Schnief.

spuk in bly manor

The Boys – Season 2 (Prime)

Die Jungs drehn wieder ihre Runden. Nachdem ich mit dem Comic angefangen hatte, ist mir nun quasi ein direkter Vergleich möglich. Trotzdem seh ich die beiden getrennt, da ihr Verlauf auch nicht ganz gleich ist. Es wird wieder böse. Richtig böse. Wobei… zeitweise war es mir fast zu soft und dann wieder zu plakativ böse.

Eine runde Staffel und gut wegsuchtbar. Sie hat Highlights und Lowlights. Kann man ungefährt mit Season 1 gleichstellen.

the boys

Luzifer – Season 5 (Prime)

Luzifer. Wieder die Frage, warum hab ich damals die Serie angefangen? Es lag an Luzifer. Eindeutig. Sein dümmliches Verhalten, seine Macht und bösen Spielchen. Eine nette Kombination, die mich über 4 Staffeln gut unterhalten hat. Dann kam das Ende. Es war okay. Rasant, überraschend und plötzlich vorbei und dann kommt da noch was hinterher. Why? Es dämpft ein wenig das aufgebaute Feeling, spricht zeitgleich gute andere Thematiken an und trotzdem …

Für mich umfasst Lucifer nur vier Staffeln. Die fünfte ist ein nettes Goodie, aber kein must-watch. Es war schön Lucifer noch einmal zusehen. Das Finale kommt jedoch an das vorherige nicht heran.

lucifer

La Valla (Netflix)

Warum hab ich die spanische Serie eigentlich angeschaut? Das war wohl so ein Moment von: Es kommt grad nichts andres, hab schon alles durch, ich brauch was zum berieseln. Theoretisch bietet La Valla nichts Neues. Eine kaputte Welt, Degradierung nach Klassen, ein Virus, der die Menschheit spaltet und Kinder, die angeblich ein Heilmittel in ihrem Blut haben. Klingt ganz nett. Ist es auch: Ganz nett. Kein großes Kino. Eher zeitweise naive Charaktere und ein sich-im-Kreis-drehen.

Fünf Folgen sind noch offen. Die Serie erscheint im wöchentlichen Rhythmus. Vielleicht haut sie mich noch vom Hocker. Mal abwarten.

la valla


Mein letzter Beitrag zum Serienmarathon gab es im Februar *klick*


3 thoughts on “|Geschaut| “Serienmarathon 2/20”

  1. Hi!

    Zu “Lucifer” wollte ich eigentlich nur sagen, dass die Staffel ja noch nicht aus ist, die zweite Hälfte dieser 5. Staffel kommt erst nächstes Jahr, soweit ich weiß (Oder hab ich da irgendwas verpasst?). Daher warte ich lieber mal ab, ehe ich dazu etwas sage …

    Bei “The Boys” hab ich relativ lange gebraucht, um reinzukommen, muss ich sagen. Anfangs hab ich mich ein wenig gelangweilt, aber mit der zweiten Staffel wurde es besser. Werde mir jetzt wohl doch mal die Comics aus unserer Bib ausborgen müssen, jetzt interessieren mich die Unterschiede doch irgendwie :D.

    “Barbaren” hab ich noch auf der ToWatch-Liste, weil ich aktuell wieder mal Netflix pausiert habe. Es kommt einfach pro Monat für mich zu wenig Interessantes heraus, als dass es sich auszahlen würde, ein durchgehendes Abo zu haben – mal abgesehen davon, dass mich jetzt die FH wieder mehr in Beschlag nimmt …

    Liebe Grüße
    Ascari

    1. Oh, es ist nicht vorbei? Hab ehrlich gesagt nicht recherchiert, da ich gehört bzw gelesen hatte, dass es vorbei ist. Okay, dass erklärt dann einiges XD Trotzdem ist die Season für mich nicht so gut, wie bisher. Wirkt so “dran gehängt” :P

      Bei den Boys hol ich mir von den Comics jetzt ne neue Auflage und guck ma, dass ich die schnell beende, will wissen, was die noch so für “blödsinn” machen :D

      Die Barbaren rennen ja nicht weg. Also theoretisch XD

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