von Yasutaka Tsutsui

[Vorlage für den gleichnamigen Anime]

Seitdem ich das erste Mal den Anime “The Girl who leapt through Time” geschaut habe, ist er mir mit seiner sanften und zugleich herzzerreißenden Art in Erinnerung geblieben. Dass solche Worte aus meinem Mund kommt. Aber genau das macht den Film so sehenswert. Es bleibt glaubwürdig emotional und berührt einen.

Das Buch erschien erstmals im Jahre 1967 in Japan. Es enthält zwei Kurzgeschichten. Knapp hundert Seiten umfasst die Geschichte mit dem Zeitsprung und es folgt “The Stuff that Nightmares are made off” mit knapp 60 Seiten.

“The Girl who leapt through Time”

Kazuko befindet sich im letzten Jahr auf der Junior High School. Zusammen mit ihren beiden Freunden Kazuo und Goro schlängelt sie sich durch den Schulalltag. Mit den Jungs verbindet sie eine enge Freundschaft. Eines Tages bricht sie zusammen und wird ins Krankenzimmer gebracht. Voller Sorge versucht man herauszufinden, was passiert ist und wieso es Kazuko so schlecht geht. Diese hat bald eine Art Deja-vu. Es ist als ob sie in der Zeit zurückgereist ist. Aber kann das wirklich sein und wieso?

In der Kürze liegt die Würze. So zumindest der bekannte Spruch. Japanische Geschichten neigen dazu entweder äußerst ausführlich oder kurz & knackig erzählt zu werden. In dem Fall hätte es der Handlung sicherlich nicht geschadet, wenn sie ein paar Seiten länger gewesen wäre. Dank der Verfilmung war bei mir eine emotionale Verbindung vorhanden. Ob diese auch ohne Film zustande kommt? Ich glaube es nicht. Dennoch und vor allem weil die Grundstory etwas anders ist, empfehle ich das Buch zu lesen!


VÖ: 2017 bei Alma Books uk* // Genre: Roman, SciFi // Seiten: 170

[Anzeige]


“The Stuff that Nighmares are made off”

Die zweite Geschichte kam ebenfalls ruhig daher und ich wusste zunächst nicht, auf was sie hinauslaufen will, bis es dann mit einem Schlag klick gemacht hat. Hier merkt man deutlich wie alt die Geschichte ist und das in Japan ein paar andere Sitten herschen (immer noch). Inhaltlich möchte ich nicht viel dazu sagen, denn der Titel sagt eigentlich alles aus. Es geht um Begebenheiten die für Furcht und Angst sorgen. Im normalen Alltag. Nicht in einem Spukschloss. Charmant umgesetzt und gleichzeitig nichts, was lange in Erinnerung bleibt.


Alles in allem sind beide Novellen lesenswert. Sie haben diesen ruhigen japanischen Touch, der auf der einen Seite recht direkt ist und auf der anderen Seite die entscheidenten Worte erst zum Finale ausspricht. Ich habe jedenfalls total Bock auf den Anime und werde ihn nachher sicher zum xten Mal erneut schauen!

Das Buch ist bisher nicht auf dem deutschen Markt erschienen. Zumindest habe ich keine Informationen dazu gefunden.

weitere Werke von Yasutaka Tsutsui:

Paprika” ebenfalls als Anime verfilmt
oder “Salmonella Men on Planet Porno

zum letzten vorgestellten Buch aus der Rubrik:
The Memory Police

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.