von Sharoh Hanten

Kurz & Knackig, mein Leseeindruck zum ersten Band von “Teach me how to kill you”

Worum geht es?

Die Schülerin Riko lässt sich von ihrem Lehrer zeigen, wie man Menschen ermordet. Klingt komisch, ist es auch. Allerdings sollte man ihren Wissensdrang durchaus ernst nehmen. Vor einigen Jahren wurden ihre Eltern von einem Serienmörder grausam ermordet. Sie will nun Rache üben.
Durch ein paar passende Begebenheiten erfährt sie, dass ihr Bio-Lehrer ein Experte auf dem Gebiet ist und ihr mit Rat und Tat zur Seite stehen kann.

Das ungleiche Duo fällt natürlich auf und so necken sie ihre Klassenkameradinnen gerne. Wollen wissen, wann sie sich wieder mit dem Lehrer trifft und “Nachhilfe” nimmt. Riko – eine recht introvertierte Person – nimmt die Andeutungen gelassen hin. Ihr liegt es eher am Herzen die Mordlust zu lernen, anstatt andere Dinge. Entsprechend himmelt sie ihr Vorbild an. Braves Mädchen.

Leseprobe “Teach me how to kill you”

Passenderweise geht gerade ein Serienkiller in der kleinen Gemeinde um. Er hat es auf junge Schülerinnen abgesehen, die Abends allein durch die Straßen gehen. Erst fängt er sie, um sie dann laufen zu lassen. Vor Panik, rennen die Opfer davon. Allerdings ohne Chance.
Der Killer liebt es nämlich zu verletzen und zu quälen, bis seine Opfer qualvoll sterben. Eine Ausgangslage, die das ungleiche Duo nutzen möchte. Riko soll den Mörder anlocken, lernen und ihr Lehrer erledigt den Rest. Ob das nach Plan abläuft?

Konnte mich der Manga packen?

Durchaus. Ich war sogar ganz angenehm überrascht. Es ist kein Manga, wie man sie oft in dem Genre findet, der grob skizziert und mit vielen Schraffuren arbeitet, um rauer und derber zu wirken. Eher im Gegenteil. Die Szenen und Panels sind klar struktieriert und übersichtlich.
Sobald es zu den Morden kommt, spürt man deutlich den rauen Ton. Es wird dabei nicht an Blut oder Details gespart. Allerdings verzichtet der oder die Mangaka auf feine Details. So bleibt es zeitweise optisch etwas zu schlicht, was ich schade fand.

Leseprobe “Teach me how to kill you”

“Teach me how to kill you” legt mit Band 1 einen würdigen Start hin, der einen auf kommende Bände neugierig macht. Die beiden Fragen nachdem “Woher weiß Riko, dass ihr Lehrer ein Mörder ist?” und “Wieso nimmt er sich ihr so bereitwillig an?” werden direkt geklärt.
Das Spiel der beiden ist wirklich angenehm zu beobachten. Nachhilfe einmal makaber anders. Als ob Dexter sich einen Schützling geholt hätte und ihm nun sein jahrelanges Wissen weitergibt. Sei es in Form von Profiling, Mordwaffenananylse oder der tatkräftigen Umsetzung. Es gibt viel zu lernen.

Leseprobe “Teach me how to kill you”

Lesetipp!? Bisher auf jeden Fall! Ich bleibe am Ball.

Warum der Manga bei dem neuem Label “hayabusa” mit Schwerpunkt auf Liebesgeschichten und Slice-of-life-Storys erschienen ist und nicht im normalen Programm, kann ich mir bisher nicht erklären. Okay. Morden ist ja quasi auch Slice of Life. Man muss es ja nicht so eng sehen. Hüstel.

Nachtrag: Seitens Verlag gab es eine Rückmeldung. Es werden in dem Label mit Fokus auf “besondere Geschichten” eben auch solche netten blutigen Story gedruckt. Mir soll es recht sein, denn davon kann man nie genug haben! Muahaha!

226 Seiten
März 2021 veröffentlicht bei Hayabusa Verlag*
Band 1 von ?, Paperback
Schwarz/Weiß mit Farbseiten
von Sharoh Hanten

Genre: Crime/Thrill

auch besprochen beim Comicklatsch Folge 34*

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