von Jeff Lindsay

[Vorlage für die gleichnamige Serie “Dexter”]

2006 erblickte die Serie “Dexter” auf Showtime das Licht der Welt. Inhaliert habe ich die Folgen. Stück für Stück. Jahr für Jahr. Die erste Serie, die ich komplett im Originalton geschaut und Michael C. Halls Stimme verinnerlicht habe. Die übrigens kein Vergleich zur deutschen Version ist. Leider. Viele Charaktere, die ich im Laufe der Zeit lieb gewonnen habe. Egal, wie verhasst sie mir zeitgleich waren. Dann kam das Finale. Ein Clinch hinter den Kulissen, der nicht unbemerkt an der Qualität der Serie vorbeiging. So abstrus manche Szenarien in der finalen Staffel sind, das Ende – also die letzte Szene – fand ich immer grandios passend.

Das Buch, die Vorlage, erschien zwei Jahre vorher, nämlich 2004. Kaum hatte ich damals entdeckt, dass es dieses gibt, wollte ich es lesen. Die ersten drei Bände trudelten bei mir ein und … ich las den ersten Band und dann lagen sie da. Einsam auf dem SuB. Dabei war es nicht einmal die Schuld des Buches, eher das Problem, dass man ja “alles kannte”. So brauchte es ein paar Jahre, bis sie endlich erfolgreich entstaubt und von mir nun gelesen werden.

“Darkly Dreaming Dexter”

Der grobe Inhalt ist rasch erklärt. Dexter Morgan ist ein Serienmörder. Seit Jahren ermordet er Menschen, die es in seinen Augen verdient haben. Kinderschänder, Vergewaltiger, Tierquäler und viele mehr. Komplett unentdeckt. Gleichzeitig arbeitet er bei der Miami Metro Police Department als Forensiker in der Blutspurenanalyse. Er ist ein Experte auf seinem Gebiet. Kein Wunder. Hat er doch einige Praxiserfahrung. Hö. Hö.

Im ersten Band lernt man sofort seinen Charakter, sowie bitterbösen Humor kennen (ich liebe ihn!). Die ganze Zeit hatte ich seine originale Kopfstimme im Kopf, das Opening vor Augen und fühlte mich pudelwohl in seiner makaberen Welt. Der erste Fall, ist der Ice Truck Killer. Blutleere Körper werden gefunden, Dex ist in seinem Brotjob an den Tatorten überflüssig und gleichzeitig zieht es ihn magisch dahin. Ob es an Debras Bitte (seiner Schwester) liegt, dass er ihr helfen soll, damit sie aufsteigt? Oder ist es etwas anderes?

Buch oder Serie? Beides natürlich!

Was ne Frage! Natürlich beides. Michael C. Hall verkörpert den Dexter so großartig, dass ich in meinem Kopfkino auch nie Probleme hatte. Gleiches gilt für Debra und Rita, sowie zahlreiche andere Gesichter. Bevor die Frage aufkommt: Ja, es gibt Unterschiede. Besonders eine markante Stelle, wo ich überrascht war, dass sie so früh auftritt. In der Serie lässte man sich mit der Schlüsselszene noch etwas Zeit. Gut für das Buch, denn JETZT bin ich erst recht auf die kommenden Bände gespannt!


Die Bücher sind bis Band 5 auf dem deutschen Markt bei Droemer Knaur erschienen. Danach wurde die Übersetzung scheinbar eingestellt.

Dexter, Coverauszug

weitere Werke von Jeff Lindsay:

Dearly Devoted Dexter” Band 2 bis hin zu Band 8 “Dexter is Dead”

Just watch me” Serienstart #Riley Wolfe

zum letzten vorgestellten Buch aus der Rubrik:
The girl who leapt through time

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