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#ItalienNovember #IlGiallo

Inhalt:

Sie nennen ihn das Krokodil. Er ist die perfekte Mordmaschine. Aber warum weint er, wenn er tötet?
Ein junger Mensch wird tot aufgefunden, kaltgemacht durch einen Schuss aus nächster Nähe. Den Täter nennt die Presse nur «das Krokodil». Weil er am Tatort ein Taschentuch mit Tränenflüssigkeit hinterlässt. Weint er Krokodilstränen um sein Opfer? Und weil er, wie das gleichnamige Raubtier, eine perfekte Mordmaschine ist.

Inspektor Lojacono wurde von Sizilien nach Neapel strafversetzt. Jetzt sitzt er in einem tristen Polizeibüro und dreht Däumchen. Bis die schöne Staatsanwältin Laura Piras sein Talent erkennt und ihn mit dem Fall betraut.
Und so treffen sie in einem morbiden Neapel aufeinander: Der Inspektor und der Killer. Ein neues Kapitel des ewigen Kampfes zwischen Gut und Böse hat begonnen. (Verlagsseite)

Mein Leseeindruck:

Strafversetzt nach Neapel. Runtergestuft auf einen simplen Schreibtischjob. Stets darauf hingewiesen werden, das man bitte nur seine Arbeit machen soll und nicht mehr. Kein Wunder, dass der Inspektor Lojacono nicht gerade freudestrahlend durch die Straßen läuft. Er braucht Geld, also fügt er sich und macht er seinen Job. Ganz im Gegensatz dazu sein Kollege. Wie ein kleiner Wirbelwind wirkt er neben dem ruhigen Inspektor.

Durch Zufall gelangt er an einen Mordschauplatz. Ihm fallen Sachen auf, die sonst kein anderer sieht. Aber niemand ist an seiner Meinung interessiert. Nur Staatsanwältin Piras hört ihm zu. Bohrt nach und erfährt seinen Hintergrund. Neugierig geworden, beschließt sie ihn ins Team zu holen. Was nicht auf viel Zuspruch stößt und für kleine Reibereien sorgt.

Ganz ehrlich? Anfangs dachte ich nur, was für einen grummeligen Beamten hat man denn hier erschaffen. Aber so hart ist der gute Mann gar nicht. Man blickt schnell hinter die Fassade und stellt sich auf seine Seite. Dazu der Mordfall, der einen interessanten Killer beherbergt, dessen Absichten erst recht spät herauskommen. Ein unterhaltsames Duo, mit einer Prise Leben im Hintergrund.

Meine Abschlussworte:

Das Buch hat mir überraschend gut gefallen. Nach der Ausgangslage habe ich viele negative Charaktereigenschaften erwartet und zum Glück nicht bekommen. Im Gegenteil, der Inspektor wächst einem ans Herz und man möchte auf jeden Fall mehr von ihm erfahren. Ein weiterer Pluspunkt sind die Beweggründe. Sie sind nachvollziehbar und spät erkennbar, was die Spannung natürlich steigert. Daher kann ich einen absoluten Lesetipp aussprechen!

Der Autor – Maurizio de Giovanni

*1958 in Neapel geboren
*studierte Literatur,
*arbeitete als Banker

Stichworte:

Familie / Essen / Mafia / Mord / Leidenschaft

neapel, italiennovember, landkarte

 


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Genre: Crime / VÖ: April 2015 / Verlag: Rowohlt / Serie: Band 1

erhältlich bei: hugendubel.de


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